Sie haben eine gute Idee für die LEADER-Region Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden und möchten diese in den LEADER-Prozess einbringen?

Dann wenden Sie sich an das Regionalmanagement, dort hilft man Ihnen gerne weiter und berät Sie zu den weiteren Schritten. Prinzipiell können Sie jede Idee in den LEADER-Prozess einbringen, sofern sie einen regionalen räumlichen und thematischen Kontext erfüllt und mit den Zielsetzungen der LES vereinbar ist. Auch bei dieser ersten Einordnung hilft Ihnen das Regionalmanagement gerne!

HINWEIS: Mit Stand von Mai 2016 ist nun auch eine detaillierte Anleitung für Projektträger erschienen. darin finden Sie alle Informatione von der Projektidee bis zur Beantragung, von der Bewilligung bis zur Umsetzung. Die 24-seitige Broschüre kann hier kostenfrei bestellt werden.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten neun Schritte von der Projektidee hin zum LEADER-Projekt zusammengetragen (eine herunterladbare Version dieser Beschreibung finden Sie auch hier oder in unserem Downloadbereich)

Wer eine Projektidee hat, heißt im Fachjargon „Projektträger“ (PT). Diese Person hat eines Tages eine gute Idee und glaubt, dass diese im LEADER-Kontext gut aufgehoben sein könnte. Mit dieser Idee wendet er sich zunächst an das Regionalmanagement, um darüber zu sprechen.

 

Um sicher zu gehen, dass die Projektidee auch im Sinne der Entwicklungsstrategie der Region ist, erörtern Projektträger und Regionalmanagement (RM) die Projektidee in einem gemeinsamen Vorgespräch. Hierbei werden folgenden Fragen diskutiert:

 

 

Erfüllt die Idee die nachfolgenden Kriterien?

 

Ist die Idee nachhaltig für die Region, weil sie…

 

Wurde nach dieser ersten Prüfung der Projektidee vereinbart, den Ansatz zu vertiefen, sollte der Projektträger seine Idee in eine erste Form gießen – die Projektskizze. Eine solche Skizze geht knapp auf die wichtigsten Inhalte und Ziele des Projektes ein und ist die Grundlage für das weitere Prozedere.

 

Das Regionalmanagement bekommt die Projektskizze noch einmal zur Ansicht und prüft aufgrund der darin festgeschriebenen Inhalte und Ziele verbindlich auf Förderfähigkeit (können Fördermittel für die Projektumsetzung eingefordert werden?) und letztendliche Eignung des Projektes für die gesamtstrategische Ausrichtung der LEADER-Region Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden.

 

Ist das Projekt förderfähig und geeignet, um im LEADER-Kontext die Region zu unterstützen, bereitet der Projektträger gemeinsam mit dem Regionalmanagement einen Projektantrag vor. Dieser formale Schritt ist wenig aufwändig, aber nötig, um die Projektidee bzw. die Projektskizze im Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Kulturlandschaft vorstellen zu können. Die Projektvorstellung wird dann vom Regionalmanagement auf die Tagesordnung der nächsten LAG-Vorstandssitzung gesetzt.

 


In der turnusgemäß nächsten Vorstandssitzung wird das Projekt durch den Projektträger vorgestellt, der Vorstand (V) hat die Gelegenheit, Fragen zum Projekt an den Projektträger zu stellen. In der Regel wird im Laufe der Vorstandssitzung ein Beschluss gefasst, ob das Projekt akzeptiert wird oder nicht. Für diese Entscheidung sind verschiedene Kriterien von Bedeutung, u.a. (und natürlich nicht unwichtig) ist dies die Frage der Projektfinanzierung: Förderfähige Projekte müssen immerhin noch zu rund 35 % der Projektkosten kofinanziert werden! Beachten Sie auch, dass Sie als Projektträger eine Kostenerstattung erhalten, die erst nach Auslage der Kosten gewährt wird – Sie müssen also in finanzielle Vorleistung treten!



Bei positivem Beschluss durch den Vorstand kann das Projekt als Förderprojekt beantragt werden. Hier kommen Formalia ins Spiel, die die EU als LEADER-Initiator zusammen mit den Landesregierungen vereinbart haben. Dazu muss ein spezieller Projektantrag ausgefüllt werden. Um in dem Amtssprachen-Dokument nicht den Überblick zu verlieren, muss dies der Projektträger nicht alleine tun, sondern kann auf die kompetente Unterstützung durch das Regionalmanagement bauen. Und auch die Bezirksregierung (BR) als fördermittelgewährende Instanz hilft bereits bei der Erstellung des Projektantrages, über deren Bewilligung sie später formal entscheidet.

 

Nachdem der Antrag offiziell bei der Bezirksregierung eingegangen ist, wird dieser dort auf formale Richtigkeit und Kompatibilität mit den LEADER-Richtlinien geprüft – normalerweise reine Formsache, da die meisten Aspekte ja bereits vorher ausführlich geprüft wurden. Sind die Antragsunterlagen lücken- und fehlerlos, sollte die Entscheidung über Förderung im Normalfall positiv ausfallen und ein entsprechender Förderbescheid an den Projektträger und an die LAG gehen – der Projektumsetzung steht damit eigentlich nichts mehr im Wege.

 


Mit Vorliegen des Zuwendungsbescheides kann mit der Projektumsetzung begonnen werden (in Ausnahmefällen kann die Umsetzung bereits früher beginnen, hierfür muss eine entsprechender „vorzeitiger Maßnahmenbeginn“ beantragt werden). Hierfür zeichnet in der Regel der Projektträger verantwortlich, der sich dabei natürlich Unterstützung suchen kann. Auch das Regionalmanagement kann – in gewissem Rahmen und abhängig vom jeweiligen Projekt – unterstützend bei der Projektrealisierung mitwirken.

 

Sprechen Sie über das genaue Vorgehen mit einer Projektidee vorab auf jeden Fall mit dem Regionalmanagement der Kulturlandschaft!
Den Kontakt dazu finden Sie hier.