Die drei Kommunen Ahaus, Heek und Legden arbeiteten bereits 2006 zum ersten Mal im regionalen Verbund an einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie:

Im „Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) Ahaus Heek Legden“ wurden gemeinsame Ziele für alle drei Orte formuliert.

Darauf aufbauend wurde ein Jahr später dem Aufruf des Landes Nordrhein-Westfalen Folge geleistet, sich im Wettbewerb als LEADER-Region zu behaupten. Für die Förderperiode 2007-2013 wurden in diesem Wettbewerb regionale Zusammenschlüsse im Land gesucht, von denen dann rund zehn bis zwölf ausgesucht werden sollten, um sich bis 2013 als Region und unterstützt durch Fördermittel der EU an die Umsetzung von vereinbarten Zielen und Projekten machen sollten. 2008 wurden dann schließlich zehn von 20 teilnehmenden Regionen ausgewählt, die „Kulturlandschaft AHL“ war zunächst nicht dabei. Dies lag jedoch nicht an einem unzureichenden Wettbewerbsbeitrag, sondern an fehlenden Haushaltsmitteln im Land. Das im Wettbewerb eingereichte „Gebietsbezogene Integrierte Entwicklungskonzept“ (kurz: GIEK) der drei Kommunen war jedoch so gut, dass es 2010 nachträglich in die LEADER-Förderung aufgenommen wurde. Für die restliche Zeit der Förderperiode standen Ahaus, Heek und Legden dann 1,1 Mio. Euro Fördermittel von der Europäischen Union für innovative LEADER-Projekte in der Region zur Verfügung, die mit einer in etwa genauso hohen Kofinanzierung aus der Region ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 2 Mio. € für mehr als 15 Projekte in AHL bedeuteten.

Noch während der Umsetzung des GIEK läutete das Land den Wettbewerb für die neue Förderperiode der EU von 2014-2020 ein: Ende 2014 erfolgte der Wettbewerbsaufruf, an dem sich auch bestehende LEADER-Regionen erneut beteiligen mussten. Aus dem GIEK wurde eine sog. „Lokale Entwicklungsstrategie“ (kurz: LES), der Aufbau des Konzeptes blieb jedoch ähnlich. Darin fanden sich erneut neben einer Bestandsaufnahme und einer Stärken-Schwächen-Analyse die Ziele, Handlungsfelder und Leitbilder für die künftige regionale Entwicklung sowie eine Vielzahl angedachter Projekte zur Umsetzung der Strategie. Im Februar 2015 wurde die LES eingereicht, Ende Mai gab das Ministerium in Düsseldorf dann die ausgewählten Regionen bekannt. Die Kulturlandschaft AHL schaffte es erneut, den LEADER-Status zu erlangen und kann nun bis 2023 die vorgesehene Startegie und ihre Projekte umsetzen – mit einem Fördervolumen von 2,3 Mio. €, die aus dem EU- und dem Landeshaushalt kommen. Der maximale Fördersatz beträgt 65 %, so dass 35 % aller Kosten aus der Region kofinanziert werden müssen. In der Förderperiode 2014-2020 sind dafür erstmals auch nicht-kommunale Gelder zulässig.

Die Kurzfassung des LES kann hier oder im Download-Bereich dieser Website heruntergeladen werden.

Veranstaltungen und öffentliche Beteiligung bei der Erstellung von ILEK (2006), GIEK (2007) und LES (2014):