RegionAHLes Flächenmanagement

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Demographischer Wandel, Strukturwandel und andere Tendenzen der (ländlichen) Entwicklung sind nicht nur abstrakte Begriffe – in ihrer Flächenwirkung werden sie für Jedermann ganz direkt greifbar. Vor allem kleinere Kommunen und solche im ländlichen Raum sind immer stärker von derlei Auswirkungen betroffen:In den Ortskernen mehren sich die Leerstände, in den Außenbereichen laufen Neubaugebiete nicht mehr voll, ganze Orte „bluten aus“ und verlieren nicht nur Bevölkerung, sondern auch Infrastruktur.

Die drei Kommunen Ahaus, Heek und Legden machten es sich deshalb im Rahmen des Förderprogramms LEADER in der Förderperiode 2007-2013 zur gemeinsamen Aufgabe, ein interkommunales Flächenmanagement zu entwickeln, indem es vorrangig um die Vermeidung weiterer Inanspruchnahme von Freiflächen in der Region geht. Um ökologisch und ökonomisch wertvolle Flächen im Außenbereich zu schonen, sollte die Innentwicklung gestärkt werden. Zudem sollte das Aufkommen weiterer Leerstände und Brachen durch eine Reaktivierung von Flächenpotenzialen vermieden werden, um den ortsbildprägenden Charakter sowie die innerörtlichen Versorgungsstrukturen zu erhalten und zu sichern. Hierbei sollte es auch darum gehen, Wege aufzuzeigen, um bereits vorhandene Leerstände und Brachen einer (Neu-)Nutzung zuführen zu können.

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Da dies für alle drei Kommunen Neuland bedeutete, wurden über LEADER fachleute mit ins Boot geholt: Das Büro Post+Welters untersuchte zunächst die Region auf Potenziale und Möglichkeiten, die Innenentwicklung zu stärken und bestehende Flächen zu reaktivieren. In dem umfangreichen Gutachten, das Mitte 2014 vorgelegt werden konnte, wurden Innenentwicklungspotenziale und Möglichkeiten zur Potenzialhebung aufgeführt. Parallel dazu wurde eine Personalstelle geschaffen, um die Potenziale auch praktisch anzugehen: Daniel Czybulka war von Juni 2014 an für ein Jahr Projektkoordinator und suchte den Kontakt zu Menschen und Akteuren, die von diesem Thema betroffen sind. In dieser zeit standen zahlreiche Gespräche mit Grundstückseigentümern in den Ortsteilen auf dem Programm, um Bewusstsein für die Thematik zu schaffen und in Einzelfällen auch direkte Lösungswege zu entwickeln. Eine umfassende Eigentümerbefragung zu Innenentwicklungspotenzialflächen fand für jede einzelne Ortslage in der Region statt, die Ergebnisse wurden kartographisch aufbereitet.

Das Gutachten zum RegionAHLen Flächenmanagement kann hier heruntergeladen werden.

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