Windpotenziale regionAHL

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Die Vermeidung von CO2-Produktion und die Stärkung der regenerativen Energie in der Region sind wichtige Ziele. Im Bereich der Windenergie scheinen in der Region noch Energiepotenziale vorhanden zu sein. Bei der Nutzung der Windenergie sind jedoch nicht alle Standorte geeignet. Zudem soll die Kulturlandschaft nicht negativ beeinflusst werden. Im Rahmen des LEADER-Projektes „Windpotenziale regionAHL“ sollte festgestellt werden, wo und unter welchen Bedingungen eine stärkere Nutzung von Windkraft erfolgen kann.

Zum Zeitpunkt des Projektstarts wurden in der Region insgesamt etwa 400.000 MWh/a an Strom verbraucht und 135.000 MWh/a regenerativ erzeugt. Die derzeit in der Region installierten 47 Windenergieanlagen erzeugten davon etwa 67.000 MWh/a. Das entspricht knapp 17 % des Strombedarfs (Stand zum 23.05.2012). Die Prämisse für das Projekt lautete: Wenn es zu einem weiteren Ausbau der Windkraft kommt, sollen möglichst viele Akteure aus der Region daran partizipieren, damit die Wertschöpfung in diesem Bereich in der Region verbleiben kann. Ein wichtiger Aspekt dabei war die Akzeptanzfrage, die auch mit entsprechenden Beteiligungsmodellen zusammenhängt.

Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Prozesses, in dessen Verlauf die drei Kommunen gemeinsam feststellen, an welchen Stellen, in welchem Umfang und in welcher Form die Errichtung weiterer Windkraftanlagen in der Region sinnvoll erscheint. Den politischen Stimmungen in den drei AHL-Kommunen folgend, wurde dabei berücksichtigt, dass Windkraftanlagen möglichst nur dann an entsprechend geeigneten Standorten errichtet werden, wenn sie als Bürgerwindpark angelegt sind. Dazu enthielt das Projekt entsprechende Informations- und Partizipationsaspekte. Öffentlichkeit, Landwirtschaft und andere Akteursgruppen wurden gezielt in die Planungen einbezogen. Auch Fachakteure z.B. von der Energieagentur NRW wurden als Referenten zu Informationsveranstaltungen hinzugezogen.

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Nach insgesamt fast zweieinhalb Jahren der Projekterarbeitung durch die drei Kommunen und das Büro WWK und mehr als 20.000 € Fördermitteln aus dem LEADER-Programm konnte eines umfassende Studie vorgelegt werden, die potenzielle Standortflächen für gemeinsame Windparks benennt und zu einer beeindruckenden Prognose gelangt: Satte 280 Mio. Euro beträgt demnach die Wertschöpfung in 20 Jahren in den Bürgerwindparks in AHL, wenn man von 25 Windkraftanlagen in den Parks ausgeht.

Zu den durch das Projekt generierten Erfolgen gehören: Eine stark erhöhte Wahrnehmung innerhalb der Region von LEADER, eine Stärkung des Themas Klimaschutz und regenerative Energienutzung in der Region sowie eine Stärkung der Kooperationskultur in diesem Bereich zwischen den drei Kommunen und zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Kommunalverwaltungen.

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Umfassende Analyse des gesamten Regionsgebiets mit Ausschuss- und Potenzialflächen (Karte: WWK 2014)

Mit dem Ende der Projektlaufzeit wurde das Vorhaben nicht ad acta gelegt, sondern läuft höchst aktiv weiter: Die drei Kommunen haben mittlerweile Ratsbeschlüsse zur Gründung einer „AHL Windparkentwicklungsgesellschaft“ gefasst, die voraussichtlich als Genossenschaft aus Grundstückseigentümern, Anwohnern, Bürgern, Kommunen und Stadtwerken an den Start gehen wird.

 

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