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  • 3. Dezember 2019 10:00Winter-Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Regionen

AEC v1.0.4

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Bikepark Heek eingeweiht

In rekordverdächtiger Zeit wurde in Heek der Bikepark über LEADER umgesetzt und nun eingeweiht.

Auch wenn der Sommer – und damit die Bike-Saison – so gut wie vorbei ist, freuten sich die zahlreich erschienen Kids bei der Eröffnung des Bikeparks in Heek über die gelungene Anlage und zeigten den anwesenden Gästen, darunter auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff, ihr Können auf den BMX-Rädern. Die zum Teil schwindelerregend aussehenden Manöver und Tricks auf dem aus befestigter Erde geformten Parcours direkt am Jugendzentrum ZaK beeindruckten die Zuschauer und machten mehr als deutlich: Hier fühlen sich die Jugendlichen sichtbar wohl.

Nachdem die Idee eines Bikeparks für Heek bereits seit einiger Zeit kurisierte (die Jugendlichen selbst hatten den Wunsch nach einer solchen Bahn im Rahmen eines Jugendworkshops geäußert) und im Frühjahr 2019 von der Verwaltung angegangen wurde, kam man eher spontan auf die Idee, die Förderfähigkeit via LEADER zu prüfen. Da es vergleichbare Projekte bereits in anderen Regionen gegeben hatte, stand schnell fest: Der Bikepark kann über das EU- und Landesförderprogramm in der Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden umgesetzt und mit 65 % Zuschuss gefördert werden. Daraufhin wurde kurzfristig der Förderantrag gestellt und nur kurz danach erhielt die Gemeinde den Förderbescheid.

Einzig die vollen Auftragsbücher der Firma turbomatik aus dem Sauerland verhinderte eine noch schnellere Umsetzung, die an sich nur wenige Arbeitstage in Anspruch nahm.

Fotos: Jürgen Lammers, Heek

SKULP I TOUR I A feierlich eingeweiht

Die neue Skulpturen-Route in und um Asbeck ist fertiggestellt und wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Stiftsdorf Asbeck ist um eine weitere Attraktion reicher: Hier wurde im Zuge der Neugestaltung des ebenfalls über LEADER geförderten Asbecker Dorfteiches in den letzten Monaten ein geführter Spazierrundweg entwickelt, der am Dorfteich inmitten von Asbeck startet und endet.

Der Weg mit einer Länge von ca. 3,5 km führt vorbei an kulturellen Orten wie der Stiftsmühle, technischen Denkmälern, mehreren ehemaligen
Kreuzwegstationen und historischen Bildstöcken. Als Ergänzung werden wechselnde Skulpturen/Kunstwerke von im Dormitorium in Asbeck ausstellenden bildenden Künstlerinnen und Künstlern geboten. Diese werden vom Heimatverein Asbeck e.V. ausgewählt und mitfinanziert.

Um den Spaziergang auch zukünftig attraktiv zu halten, ist in unregelmäßigen Abständen ein Wechsel von Skulpturen geplant, wodurch es bei der SKULP | TOUR | A immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Zudem gewährt der Rundweg reizvolle Ausblicke in die freie Natur und vorbei am Naturdenkmal „Dicke Linde“, entlang der historischen Wallanlage am Haus Asbeck, bis hin zu einer Obstbaumwiese mit Blühstreifen.

Viel Spaß beim Entdecken der SKULP | TOUR | A ! Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

www.skulptoura.de

Vereinsforum AHL: Fördermöglichkeiten für Vereine

In der zweiten Veranstaltung der Vortragsreihe der Freiwilligenagentur für Vereine und deren Mitglieder geht es im September um Optionen, an Geld für Projekte zu kommen.

Vereinsforum AHL #2: „Fördermöglichkeiten für Vereine“

Mittwoch, 25. September 2019, 18:30 Uhr, Stadthalle Ahaus

Vereinsarbeit ist immer auch von finanzieller Ausstattung
abhängig. Viele, gerade kleinere Vereine müssen ihre Budgets stets im Auge
haben. Trotzdem sind Investitionen häufig zwingend notwendig. Wie können
Vereine an zusätzliches Geld kommen? Welche aktuellen Förderprogramme stellen
Fördermittel in welcher Höhe und zu welchen Konditionen zur Verfügung? Im
Rahmen der Veranstaltung gibt das Regionalmanagement der LEADER-Region
wertvolle Tipps und Einblicke in gültige Förderprogramme von Land, Bund und EU
und gibt Ratschläge, wie auch Ihr Verein sich Finanzhilfen für Projekte und
Vorhaben sichern kann.

Zum Vereinsforum laden Angelika Litmeier und Silke Rath alle
interessierten Mitglieder von Vereinen aus Ahaus, Heek und Legden herzlich ein.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen gibt es bei der Freiwilligen-Agentur handfest unter Tel. 02561 – 952 333

Bikepark Heek bewilligt

Der Sommer wird actionreich: In den kommenden Wochen soll am ZaK ein Bikepark für Kids entstehen.

Das Jugendforum und die darin organisierten Kinder und Teenager aus Heek und Umgebung freuen sich, dass es nun los gehen kann – schließlich hatten sie seinerzeit die Idee zu einem Bikepark am Heeker Jugendzentrum ins Gespräch gebracht und auch bei der Planung zur Gestaltung des Areals fleißig mitgearbeitet.

Mit dem nun zugestellten Bewilligungsbescheid kann die Gemeinde in die Auftragsvergabe gehen. Und wenn alles glatt läuft, dürften schon bald die Bagger anrücken und das Gelände BMX-Rad-gerecht modellieren. Wo jetzt noch „platte Wiese“ ist, sollen im Laufe des Sommers verschiedene Hügel, Rampen und Kurven für actionreiches Fahrvergnügen und waghalsige Manöver in der Luft sorgen.

Der Durchführungszeitraum läuft bis September, die Gemeinde rechnet aber bereits mit einem früheren Fertigstellungszeitpunkt – wenn es gut läuft sogar noch in den Sommerferien.

Das Land Nordrhein-Westfalen und die EU fördern den Bikepark Heek mit LEADER-Mitteln in Höhe von rd. 17.000 €.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

So geht Europa

Im Rahmen von LEADER kamen jetzt Akteure aus ländlichen Gebieten aus Holland, Finnland und Deutschland in Legden zusammen.

Wer wissen will, wie Europa auch ganz nah wirkt, muss sich nur im eigenen Ort umschauen: Im Förderprogramm LEADER werden in Ahaus, Heek und Legden bereits seit 2010 Projekte für und von Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt, darunter z.B. der Dorfpark Ottenstein, der Dahliengarten Legden oder aktuell das Beleuchtungskonzept für das Burggelände in Heek. Mit einer Delegation von LEADER-Partnern aus den Niederlanden und Finnland besuchte die LEADER-Region „Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden“ nun verschiedene Projekte in Delden (Niederlande) und Legden. Dabei wurde auch klar: Europa eint die gemeinsame Idee.

Mit der niederländischen Region Zuidwest Twente verbindet die „Kulturlandschaft
Ahaus-Heek-Legden“ bereits seit vielen Jahren eine kooperative Partnerschaft.
In den letzten Jahren fanden zahlreiche grenzüberschreitende Treffen statt, bei
dem man sich über die Entwicklung der ländlichen Räume austauschte und
gemeinsame Herausforderungen analysierte. Mit dem jüngsten Treffen, das zu
Teilen auf niederländischer Seite und zu Teilen auf deutscher Seite stattfand,
wurde diese internationale Partnerschaft nun noch erweitert um zwei Regionen
aus Finnland: Die Regionen Rieska und Keskipiste liegen in Mittelfinnland und arbeiten
an regionalen Entwicklungsstrategien bereits seit vielen Jahren im Rahmen des
europäischen Förderprogramms LEADER. Bei dem Treffen ging es um Gemeinsamkeiten
und Unterschiede in den nationalen Ausrichtungen des Förderprogramms und darum
herauszufinden, ob es vergleichbare Problemlagen in allen vier Regionen gibt,
die man möglicherweise gemeinsam in einem geförderten Kooperationsprojekt angehen
könnte. Von deutscher Seite aus waren der LEADER-Vorsitzende Friedhelm Kleweken,
Bürgermeister der Gemeinde Legden, Angelika Litmeier von der
Freiwilligenagentur Ahaus und Regionalmanager Dominik Olbrich dabei. Aus Zuidwest
Twente und den finnischen Regionen waren jeweils rund zehn Teilnehmer
angereist.

Ein Themenschwerpunkt lag in den Gesprächen auf dem Bereich Regionalvermarktung.
Hier stehen die ländlichen Gebiete in allen vier Regionen vor derselben
Herausforderung: Wie kann es lokalen und regionalen Kleinproduzenten gelingen,
ihre Produkte in größerem Stil zu vermarkten, ohne dabei in logistischer
Mehrarbeit zu versinken? Dazu brachte ein niederländischer Gemüsebauer eine
Idee ein, die weiterverfolgt werden soll, sofern sich ausreichend interessierte
Mitmacher finden: Eine europäische Marketing- und Vertriebsplattform, die von
den lokalen Erzeugern zwar inhaltlich gefüllt wird – die Logistik allerdings betrifft
sie nicht, so der Plan. Bestellvorgänge, Versand und die Abwicklung von
Zahlungen läuft über eine zentrale Schnittstelle, die den Erzeuger nur einen
geringen Obulus kostet, der vom Verbraucher zum Teil übernommen wird. Über die
Idee soll ein Informationsabend im Sommer die Erzeuger in Ahaus, Heek und
Legden genauer informieren. Anschließend kann überlegt werden, wie ein
Kooperationsprojekt der vier Regionen aussehen könnte.

Zum Thema passend besuchten die Regionen bei ihrem Treffen den
Streekmarkt Twente in Delden, einen monatlich stattfindenden Regionalmarkt von
Erzeugern aus der Region Twente. Dort konnten sich die anwesenden
LEADER-Akteure vom nachhaltigen Erfolg eines regional produzierten Angebotes
und einer sichtlich großen Nachfrage überzeugen. Bereits seit mehreren Jahren
ist der Markt nahe der deutschen Grenze etabliert, die inzwischen rund 35 Erzeuger
aus der Region stehen ganzjährig vor Ort und sind mit dem Absatz ihrer Waren
mehr als zufrieden. Eine Online-Vertriebsplattform begrüßen sie alle: Damit, so
der Tenor, ließe sich die Wertschöpfung in der oftmals eher kleinen Produktion
der regionalen Anbieter nochmals deutlich verbessern.

Nach dem Marktbesuch reiste die Delegation über die Grenze nach Legden,
wo nach einem gemeinsamen Mittagessen drei LEADER-Projekte bestaunt wurden: In
Asbeck wurde der Umbau des Dorfteichs bestaunt, in Legden gab es neben einem
Blick in den derzeit blumenlosen Dahliengarten eine Führung durch das 2015 mit
LEADER-Mitteln entstandene Heimatmuseum und -archiv im Spieker. Für die
Teilnehmer des Treffens wurde, auch dank ausreichend Zeit für Gespräche und
Fragen, damit der europäische Gedanke mehr als greifbar. Und auch wenn formaler
Aufwand, der mit der Abwicklung europäischer Förderprogramme offenbar in den
Mitgliedsstaaten überall vorhanden ist, manchmal groß ist: Ohne Europa würden
Nachbarn auf eine solch weltoffenen und freundschaftliche Weise wohl nicht
zusammenkommen. Und das mitten in Legden.

Vereinsforum AHL: Neue Vortragsreihe für Vereine startet im Mai

An Mitglieder von Vereinen aus der Region richtet sich eine Vortragsreihe der Freiwilligenagentur. Zum Start geht’s um GPS-gestützte Tourenplanung.

Rad- und Wandertouren digital planen

Vereinsforum AHL am Mittwoch, 8. Mai um 18.30 Uhr in Ahaus

Die Rad- und Wandersaison steht vor der Tür und nicht nur das Tourenportal des Westmünsterlandes, sondern zahlreiche Internetportale bieten eine Vielzahl von GPS-geführten Touren an.

Um Wander- oder Radtouren für den eigenen Verein planen zu können, zeigen Klaus Buschmeier und Werner Korthoff von der Freiwilligen-Agentur handfest, wie man mit Hilfe der Planungs- und Navigationsapp Komoot nicht nur eigene Touren planen, sondern auch aus einem großen Fundus (fast) kostenlos interessante Touren laden und an die persönlichen Vorlieben anpassen kann.

In ihrem Vortrag erläutern die Referenten wie man Komoot laden und installieren, Touren am PC planen, speichern und auf ein Smartphone übertragen kann, damit es möglich ist, die Tour später offline zu wandern oder zu fahren. Dabei sollen in erster Linie die Möglichkeiten der GPS-Nutzung mit dem eigenen Smartphone vorgestellt werden.

Zum Vereinsforum im Rahmen des LEADER-geförderten Projektes „Gemeinsam statt einsam“ laden Angelika Litmeier und Silke Rath alle interessierten Vereinsmitglieder am Mittwoch, 8. Mai um 18.30 Uhr in die Stadthalle Ahaus ein. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Klaus Buschmeier und Werner Korthoff von der Freiwilligen-Agentur handfest

Weitere Informationen bei der Freiwilligen-Agentur handfest unter 02561-952333!

Das war der „Markt der Regionen“

Das waren zwei tolle Tage in Münster: LEADER- und VITAL.NRW-Regionen aus dem Regierungsbezirk Münster zeigten, was sie so alles zu bieten haben.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier in Kürze.

„Europa braucht LEADER“

Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen für Verbesserungen des Programms veröffentlicht.

Die BAG LAG ist der Zusammenschluss der deutschen LEADER-Aktionsgruppen (LAG) in einem rechtsfähigen Verein. Er wurde geründet zur Stärkung und Etablierung der LEADER-Methode. Der Verein verfolgt den Zweck der Stärkung und Etablierung des Bottom-Up-Ansatzes der LEADER-Methode auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen in Deutschland und – gemeinsam mit ähnlich ausgerichteten Gruppen aus dem Kreis der EU-Mitgliedsländer – auch innerhalb Europas. Hierbei geht es vornehmlich um die breit angelegte, aktive Teilhabe regionaler und lokaler Akteure an der Erarbeitung und Umsetzung regionaler bzw. lokaler Entwicklungsstrategien.

Mit Datum vom 14. März 2019 hat die BAG LAG nun ein Positionspapier veröffentlicht, das auf Verbesserungen, die Fortführung in der nächsten Förderperiode und Bürokratieabbau im LEADER-Programm drängt. Lesen Sie nachfolgend den Wortlaut des Papiers:

Die Europäische Union fördert die Entwicklung unserer Regionen mit vielen unterschiedlichen Strategien und Förderansätzen, trotzdem ist die Skepsis gegenüber der EU von weiten Bevölkerungsteilen insbesondere in den ländlichen Räumen der Mitgliedsstaatenstärker denn je. Der EU-Austritt Großbritanniens und der politische Erfolg EU-kritischer Kräfte in vielen Ländern sind besorgniserregende Zeichen dieser Entwicklung. Gleichzeitig wird die Europäische Agrarförderung immer mehr in Frage gestellt, wenn nicht auch ein breiter öffentlicher Nutzen deutlich gemacht werden kann.

Mit dem LEADER-Ansatz hat die Europäische Union vor 25 Jahren eine neue Förderphilosophie entwickelt und die Umsetzung eines Bottom-Up-Ansatzes im Rahmen der Agrarförderung für die ländlichen Räume gewagt: Seither beteiligen sich europaweit unzählige lokale Akteure maßgeblich an der Entwicklung ihrer eigenen Lebensräume und leben dabei die demokratischen Grundprinzipien selbst aktiv vor Ort. Der multisektorale Ansatz und der hohe Stellenwert des Kooperationsgedankens in LEADER sind darüber hinaus wichtige Aspekte zur Förderung des Austausches von Wissen und Erfahrung zwischen den europäischen Akteuren und zur Verständigung in Europa.

Der Erfolg wird mit der Entwicklung des LEADER-Ansatzes deutlich: In der aktuellen Förderperiode arbeiten europaweit 2.600 und allein in Deutschland 321 Lokale Aktionsgruppen (LAGn) in Regionen mit rund 28 Mio. Einwohnern und seit dem Beginn von LEADER wurden tausende Projekte umgesetzt. Nirgendwo sonst kommt die Europäische Union ihren Bürgerinnen und Bürgern näher als durch LEADER. Der wichtige Beitrag von LEADER für die Entwicklung der ländlichen Räume, für Verständigung unter den Akteuren vor Ort und zwischen den Mitgliedsstaaten ist in Zeiten zunehmender nationalistischer Strömungen wichtiger denn je. LEADER ist ein zutiefst mit den Wurzeln von Europa verbundener Ansatz, der von den EU-Bürgern angenommen und mit viel Engagement weiterentwickelt wurde. Wir sehen in LEADER und in den Fähigkeiten der LAGn ein großes Potenzial, den globalen Herausforderungen unserer Zeit mit ortsbezogenen, von den Akteuren selbst erarbeiteten Lösungen entgegenzuwirken – für ein gestärktes und lebenswertes Europa.

Dieses Potenzial des LEADER-Ansatzes wird jedoch zunehmend durch extrem aufwendige und bürokratische Antrags-, Abrechnungs- und Kontrollverfahren in Frage gestellt. Viele der für den LEADER-Prozess besonders wichtigen Akteure aus ehrenamtlichen Organisationen, Verbänden und Vereinen geben ihre Projekte aufgrund der bürokratischen Hürden und eines unkalkulierbaren Risikos auf. Gerade kreative und innovative Ideen sind davon besonders betroffen. Insgesamt steht der Aufwand nicht in einem angemessenen Verhältnis zum Projekt-und Förderumfang.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen fordert als Stimme der LEADER-Regionen in Deutschland und stellvertretend für die Menschen in unseren Dörfern und ländlichen Räumen, die sich mit viel Leidenschaft für ihre Region und Heimat einsetzen, dass die Europäische Kommission den LEADER-Ansatz konsequent verbessert und stärkt sowie die Förderung unbürokratisch und für die Menschen vor Ort positiv erlebbar gestaltet. Das heißt:

– eine für die Mitgliedsstaaten verpflichtende Fortführung von LEADER

– einen gemeinsamen und verbindlichen EU-Fonds mit einfachen Regelungen für die Umsetzung der von der lokalen Bevölkerung getragenen Entwicklungsprozesse (Community Led Local Development, CLLD)

– verlässliche, allgemein verständliche Regelwerke und Verwaltungsverfahren, die die Akteure vor Ort dabei unterstützen, ihre kreativen Ideen zur nachhaltigen Entwicklung ihres Lebensumfeldes umzusetzen

Vertrauen in die Kompetenzen der Lokalen Aktionsgruppen (LAGn) und in die Kontrollinstanzen vor Ort durch die Anwendung des Single-Audit-Prinzips anstelle eines auf Misstrauen basierenden kleinteiligen Kontrollsystems mit unverhältnismäßigen Sanktionsandrohungen

– Erfolgskontrolle sollte sich ausschließlich auf die Umsetzung der LEADER-Methode beziehen

Der Mut der Europäischen Union, mit dem Bottom-Up-Ansatz Verantwortung in die Regionen abzugeben und den LAGn Vertrauen entgegenzubringen, darf nicht durch überbordende Bürokratie konterkariert werden, sondern muss bei den Menschen vor Ort wieder positiv sichtbar werden.

Gemeinsam mit Politik und Verwaltung will die BAG LAG einen Beitrag leisten, damit die europäische Erfolgsgeschichte LEADER fortgeschrieben wird und ist bereit, bei der zukünftigen Gestaltung von LEADER intensiv mitzuarbeiten und damit einen wichtigen Beitrag für ein positives Image der Europäischen Union in den ländlichen Räumen zu leisten.

„Markt der Regionen“ in Münster

Die Chancen und Möglichkeiten, die Europa dem ländlichen Raum bietet, stehen Ende März zwei Tage lang beim Markt der Regionen rund um LEADER und VITAL.NRW in der Bezirksregierung Münster im Fokus.

Der erste Tag (Freitag, 29. März 2019) dient dem Austausch der LEADER- und VITAL.NRW-Akteure untereinander. Dr. Markus Pieper (MdEP), Mechtild Schulze Hessing (Bürgermeisterin Stadt Borken), Alexander Jaegers (Regionalmanager) und Frank Nießen (Bezirksregierung Münster) diskutieren unter der Moderation von Klaus Ehling (Vorstand Münsterland e.V.) zunächst das Thema „Welche Bedeutung hat Europa für die ländlichen Räume am Beispiel der LEADER-Förderung? Wie muss man dieses Förderprogramm weiterentwickeln, damit die positive Wirkung für die Menschen erfahrbarer wird?“. Im Anschluss stellen die LEADER- und VITAL.NRW-Regionen einzelne Projekte an Marktständen vor.

Der zweite Tag am Samstag, 30. März 2019, richtet sich an die Öffentlichkeit. Jeder, der Interesse an ländlicher Entwicklung hat, die LEADER- und VITAL.NRW-Projekte kennen lernen möchte oder vielleicht sogar über ein eigenes Projekt nachdenkt, ist zwischen 9 und 13 Uhr herzlich willkommen. Ab 10 Uhr stellen die Verantwortlichen einzelne Projekte aus den fünf LEADER und drei VITAL.NRW-Regionen im Münsterland in Kurzpräsentationen näher vor – aus der LEADER-Region AHL wird das i-pad-Projekt zum schulformübergreifenden Lernen vorgestellt. Darüber hinaus stehen die Projektträger und Regionalmanager den gesamten Vormittag für Fragen, Anregungen, Erklärungen und Diskussionen bereit. 

Was sich in der Richtlinie geändert hat

Mitte November ist für viele überraschend eine geänderte Fassung der LEADER-Richtlinie in Kraft getreten – was bedeutet das für uns?