Projekte

Es bewegt sich was in AHL…

LEADER zeigt sich innerhalb einer Region in Form von Projekten: Mit verschiedenen Maßnahmen werden die Entwicklungsziele konkretisiert. In der Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden wurden in der Förderperiode 2007-2013 mehr als 15 Projekte umgesetzt (Informationen dazu finden Sie ganz unten auf dieser Seite über den Button „Projektarchiv“), einige davon werden auch nach LEADER weiterverfolgt. In der aktuellen Förderperiode wurden bereits einige Projekte abgeschlossen, viele befinden sich noch in der Umsetzung, einige neue stehen noch bevor. Folgende Projekte wurden und werden derzeit umgesetzt:

LEADER-Projekte der aktuellen Förderperiode 2014-2020

Dorfteich Asbeck

Reaktivierung eines innerdörflichen Biotops zu einem zentralen Verweil- und Begegnungsort für Alle

Der bestehende Dorfteich in Asbeck war durch Zuwuchs und veraltete Randbebauung im Ortsbild kaum wahrnehmbar. Um hier wieder eine lebendige Mitte und zentralen Treffpunkt entstehen zu lassen, wurde die bestehende Versiegelung reduziert und in ökologisch wertvolle Fläche umgewandelt. Die im Südosten an den Dorfteich angrenzenden Metall-Garagen wurden entfernt und geben so den bisher verbauten Blick auf den Dorfteich frei. Zur ökologischen Aufwertung wurde der Dorfteich entschlammt, die Böschungsbereiche sorgsam modelliert und gesichert, teilweise mit Gabionen und Cortenstahl versehen und die Uferbepflanzung behutsam zurückgeschnitten. Die ursprünglichen und heimischen Bestandteile der Uferbepflanzung, wie z.B. die Weiden, konnten erhalten bleiben und durch weitere heimische Gehölze ergänzt werden. Eine neu installierte Frischwasserzufuhr, angelegt als ein langgezogenes Kneipp-Becken, trägt ebenfalls zur ökologischen Aufwertung bei. Die Pumpenanlage fördert Grundwasser in den Teich belüftet diesen, sorgt dadurch für eine ökologische Stabilität und über das Jahr für einen gleichmäßigen Wasserstand. Das kleine Backsteingebäude ist erhalten geblieben, wurde jedoch saniert und erhielt ein neues Tor. Sitzgelegenheiten, eine Informationstafel und eine dreistufige Terrassierung des Teichzugangs im Südosten werten den Asbecker Dorfteich und seine Umgebung formal und inhaltlich auf. Die Gestaltung erfolgte barrierefrei und beinhaltet auch zwei behindertengerechte Pkw-Stellplätze.

Projektstatus: Abgeschlossen

SKULP | TOUR | A

Eine vielseitige „Dauerausstellung“ im Freien, die am neuen Dorfteich startet und endet – die Skulpturen-Route rund um Asbeck

Für Asbeck wurde im Zuge der Neugestaltung des Asbecker Dorfteiches 2018 ein geführter Spazierrundweg entwickelt, der am Dorfteich inmitten von Asbeck startet und endet. Der Weg mit einer Länge von ca. 3,5 km, führt vorbei an kulturellen Orten wie der Stiftsmühle, technischen Denkmälern, mehreren ehemaligen Kreuzwegstationen und historischen Bildstöcken. Als Ergänzung werden wechselnde Skulpturen/Kunstwerke von im Dormitorium in Asbeck ausstellenden bildenden Künstlerinnen und Künstlern geboten. Diese werden vom Heimatverein Asbeck e. V. ausgewählt und kofinanziert.

Um den Spaziergang dauerhaft attraktiv zu halten, ist in unregelmäßigen Abständen ein Wechsel von Skulpturen geplant, wodurch es bei der SKULP | TOUR | A immer wieder Neues zu entdecken gibt. Zudem gewährt der Rundweg reizvolle Ausblicke in die freie Natur und führt vorbei am Naturdenkmal „Dicke Linde“, entlang der historischen Wallanlage am Haus Asbeck, bis hin zu Obstbaumwiesen und Blühstreifen.

Eine Mischung aus Natur und Kultur, die niemals langweilig wird.

Alles Wissenswertes zur Route, den Routenflyer und aktuelle Informationen zu den Kunstwerken finden sich auf der SKULP | TOUR | A Internetseite der Gemeinde Legden.

Projektstatus: Abgeschlossen

Gemeinsam statt einsam

Schaffung einer Anlauf- und Kontaktstelle für Bürgerinnen und Bürger zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur Erhaltung von Gesundheit und Selbständigkeit im Alter.

Damit verbunden war die Entwicklung von Rahmenbedingungen und Strukturen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Das Projekt entwickelte zukunftsorientiert unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Konzepte und Methoden, die Modellcharakter hatten und auf andere Kommunen übertragbar sind.

Zur Gewährleistung dieser Aufgaben wurde eine Personalstelle eingerichtet . Aus Kapazitätsgründen stand dabei der Regionsbereich Ahaus im Mittelpunkt der Projektumsetzung – eine umfassende Dokumentation der Projektergebnisse gewährleistete jedoch eine Übertragbarkeit der Erkenntnisse aus der Projektumsetzung auf die gesamte Region und andere Regionen.

Die Projektkonzeption umfasste im Kern vier Module: Beratung, Koordination und Vermittlung von Ehrenämtlern, ein Kommunikations- und Marketingpaket sowie die innovative Weiterentwicklung von niedrigschwelligen Angeboten.

Ziele:

Das Projekt „Gemeinsam statt einsam“ verfolgte das Ziel, im Alter

  • Zugehörigkeit zu fördern
  • Zusammenhalt stärken
  • Gesundheit und Wohlbefinden fördern

Das Projekt „Gemeinsam statt einsam“ basierte auf der Grundannahme, dass mit und durch Engagement im Alter

  • der Verkleinerung des Bekanntenkreises entgegengewirkt werden kann,
  • regelmäßig soziale Beziehungen sinnstiftend erlebt und
  • soziale Teilhabe und Partizipation verstetigt werden können

Im Projekt „Gemeinsam statt einsam“ ging es somit um:

  • Förderung und Stärkung psychosozialer Gesundheit
  • Förderung eines positiven Lebensgefühls als Win Win Situation

Mission / Aufgaben:

  • Stärkung des freiwilligen Engagement mit und für Senioren in Ahaus
    • Beratung über Engagement und sozialer Teilhabe
    • Weiterentwicklung und Koordination des Besuchs- und Begleitdienstes,
    • Durchführung von Bildungsveranstaltungen und Austauschtreffen zur Stärkung des Besuchs- und Begleitdienstes
  • Öffentlichkeitsarbeit zur
    • Förderung des Engagements mit und für ältere Menschen,
    • Gestaltung des Zusammenhaltes und bürgerschaftlichen Engagements in der Leaderregion Ahaus, Heek, Legden

Den Infoflyer zum Projekt können Sie hier herunterladen.

Projektstatus: Abgeschlossen

Weiterentwicklung des Unterrichts durch digitale Medien angesichts gemeinsamer Herausforderungen

Ein einmaliges Pilotprojekt, das digitales Lernen erstmals über Schulformen und Gemeindegrenzen hinweg anpackt.

In einem schulformübergreifenden Pilot-Projekt des Alexander-Hegius-Gymnasiums Ahaus, der Brigiden-Grundschule Legden und der Sekundarschule Kreuzschule Heek sollen gemeinsam neue, erweiterte und bedarfsangepasste didaktisch-methodische und inhaltliche Lehr- und Lernkonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Im Vordergrund stehen dabei die interschulische Vernetzung von Lehr- und Lerninhalten und damit die Optimierung des Übergangs von Grund- zu weiterführender Schule einerseits und zwischen Schulformen – wie z.B. der Wechsel von der Sekundarschule zum Gymnasium – auf der anderen Seite.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens soll zeitgemäße Technik eingesetzt werden, mit deren Hilfe die geplanten Lehr- und Lerninhalte vermittelt werden: Tablets und Smartphones sollen zielgerichtet als Werkzeuge eingesetzt werden – nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu herkömmlichen und etablierten Medien („pad & book“). Angesichts der Tatsache, dass die digitalen Medien zur Grundausstattung der Schüler gehören und deren Alltag entscheidend prägen, ist es gerade erforderlich, den Schülern zu vermitteln, welche Bedeutung diesen Medien als hochwertige Arbeitsgeräte zukommt. Sie sollen lernen, verantwortungsbewusst mit dem Tablet bzw. Smartphone umzugehen und sollen mit den vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten dieser Medien im Unterricht vertraut gemacht werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten damit im Unterrichtsalltag einerseits die Möglichkeit, individuell an den Geräten die Lerninhalte abzurufen und zu bearbeiten, können sich andererseits aber auch mit anderen Schülerinnen und Schülern vernetzen um Lösungswege und Ergebnisse zu diskutieren. Die Möglichkeit, die individuellen digitalen Bilder auch auf eine digitale Wandtafel zu übertragen, ermöglicht zudem die klassenweite Besprechung der Einzelergebnisse. Diese Konzeption macht an den Schulen eine stabile, sichere und leistungsstarke W-LAN-Struktur erforderlich und z.T. die Anschaffung entsprechender Endgeräte.

Der technische Aspekt ist dabei „Mittel zum Zweck“, im Vordergrund steht die Entwicklung eines pilothaften pädagogisch-didaktischen Konzeptes mit vielen Vorteilen für die Region. Die drei beteiligten Schulen, die bewusst auch unterschiedliche Schulformen abdecken, entwickeln dabei zunächst jeweils ihr eigenes Curriculum (Fächer, Klassen, Integrationsklassen, Themen, Inhalte, Methoden, Materialien, Programme, Bewertungen, Kontrollen, Evaluation…), um sich entsprechend ihrem Schulprofil in der Projektausgestaltung positionieren zu können. Anschließend erfolgt die Vernetzung der didaktisch-methodischen Inhalte und Arbeitsweisen der unterschiedlichen Schulformen (insb. auch im Sinne der individuellen Förderung bzw. des individuellen Forderns) zur effektiveren und früheren Nutzung bestehender Ressourcen und Generierung von Synergieeffekten.

Im Fokus des Projektes steht die Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schulformen, aber auch des Lehrpersonals (zur effektiveren Nutzung der Unterrichtszeit). Kinder und Jugendliche sollen einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien ebenso erlernen wie die Möglichkeiten zur effektiven, nachhaltigen und pädagogisch-didaktischen Nutzung von Endgeräten, die sie heute in den meisten Fällen ohnehin besitzen und/oder täglich – wenn auch in der Regel lediglich zur Unterhaltung – nutzen. Dabei sollen die vielfältigen Möglichkeiten für den Einsatz derlei Geräte als Arbeitsinstrumente aufgezeigt werden.

Durch den Medieneinsatz lassen sich die Lernprozesse und die Lernprogression gezielt steuern, sie fördern die Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung, ermöglichen variable Arbeits- und Sozialformen und können fachspezifisch, fächerdifferent und fächerübergreifend eingesetzt werden. Die Nutzung der Geräte dient der erweiterten Kommunikation aller Beteiligten, spart Zeit und sorgt somit für effektiveres Lernen. Der Unterricht lässt sich weniger frontal gestalten und wird im Wortsinne interaktiv und bringt Schülerinnen und Schüler in einen direkten fachlichen Diskurs. Lerninhalte lassen sich in jeder Schulform problemorientiert gestalten, wodurch das Problemverständnis bei Schülerinnen und Schülern verbessert wird. Die Lehrinhalte lassen sich dauerhaft aktuell, veränderbar und anpassbar sowie didaktisch vielseitig gestalten.

Eine weitere wesentliche Zielsetzung des Projekts ist die Verbesserung der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern, die heute im Schulalltag zwar ebenfalls bereits erreicht werden soll, aus Zeit- und Kapazitätsgründen jedoch häufig an ihre Grenzen stößt. Die didaktisch-methodischen Inhalte und Arbeitsweisen der unterschiedlichen Schulformen – insbesondere auch im Sinne der individuellen Förderung bzw. des individuellen Forderns – werden daher im Projekt miteinander vernetzt, um somit die bestehenden Ressourcen effektiver und auch früher zu nutzen und neue Synergieeffekte zu generieren.

Hier können Sie die Projektskizze zur Maßnahme einsehen (pdf-Datei).

Projektstatus: Abgeschlossen

Modellschule Ahaus:
Gemeinsam lernen, individuell fördern

Entwicklungsvorhaben für eine inklusiv arbeitende Gesamtschule mit individuellem Anschlusskonzept

Massive Veränderungen in der Schullandschaft der letzten Jahre, einhergehend mit dem Wegfall vieler Förder- und Hauptschulen, daraus resultierende Anforderungen inklusiver Arbeit in den Regelschulsystemen, die verbindliche Aufnahme von Mindeststandards zur Berufsorientierung in allen Schulformen und Stufen, die Einbindung und Umsetzung in den Lehrplänen aller Fächer (beginnend mit der Klasse 5) sowie die Digitalisierung bieten in vielerlei Hinsicht Anlass, den Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule im Kontext dieser neuen Herausforderungen zu überdenken.

Hinzu kommt der Aspekt, dass gesellschaftliche Veränderungen, spürbare Auswirkungen der Globalisierung und technische Neuentwicklungen in immer kürzeren Zeitzyklen u.a. bedingt durch die Zunahme der Digitalisierung in der privaten, öffentlichen und beruflichen Lebens- und Arbeitswelt zunehmend schneller voranschreiten. Das Bildungssystem reagiert auf diese Entwicklungen oft nur verspätet und zögerlich und läuft dabei Gefahr, den Anschluss zur Lebensrealität zu verlieren.

Vor diesem Hintergrund sind verschiedene pädagogische und strukturelle Überlegungen im Rahmen der Schulentwicklung an der sich im Aufbau befindlichen Gesamtschule Ahaus entwickelt worden. Diese sind eingeflossen in das Entwicklungsvorhaben „Modellschule Ahaus – GLIF“, welches nun an der Gesamtschule Ahaus stellvertretend auf den Weg gebracht wurde, weil dort eine heterogene Schülerschaft in allen Bildungsbereichen in einer Schule vorhanden ist. ln der Folge sollen weitere Schulen und Schulformen am Standort und im regionalen Umfeld einbezogen werden. Konkrete Abstimmungen mit der Kreuzschule Heek und der Sekundarschule Legden-Rosendahl haben bereits stattgefunden.

Das Entwicklungsvorhaben „Modellschule Ahaus – GLIF“ wurde so konzipiert, dass es keinesfalls parallel und konkurrierend zu anderen, übergeordneten Maßnahmen (wie z.B. die verbindliche praxisorientierte Berufsorientierung in der Sekundarstufe I mit ihren bereits bestehenden Angeboten für Fachpraktika in Wirtschafts-, Verwaltungs- und Sozialeinrichtungen, Landes- und Bundesinitiativen wie „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) oder das Projekt Ausbildungslotse der Städte Ahaus, Bocholt und Borken in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und der Kreishandwerkerschaft Borken) aufgestellt war. Mit dem Ziel der Verminderung der Zahl von Schul- und Ausbildungsabbrüchen wurde die Berufsorientierung der Modellschule vielmehr – anders als in allen anderen Modellen – konstitutives Merkmal der Unterrichtsplanung und -gestaltung ab der 5. Klasse. Durch intensive Kooperationen mit Betrieben und Institutionen aus der Region konnten Schule und Berufswelt weit stärker als bislang miteinander verknüpft werden. Dies trug entscheidend dazu bei, dass die Jugendlichen ihre Berufswahl aufgrund einer realistischen Einschätzung treffen können.

Der Aufbau der Modellschule ist in mehrere in sich geschlossene Phasen aufgeteilt. Für die ersten beiden Phasen ist ein Zeitraum von ca. sieben Jahren vorgesehen. Eine dritte Phase ist optional. Phase 1 war dabei die Phase, die über LEADER finanziert wurde und erstreckte sich über zwei Jahre. In diesem Zeitfenster galt es, die Grundstruktur der Modellschule in der Schule aufzubauen. Dabei konnten Einschränkungen, die die Corona-Pandemie kurzfristig auf die Bausteinumsetzung hatte, weitgehend kompensiert werden.

Hier können Sie die Projektskizze zur Maßnahme einsehen (pdf-Datei).

Projektstatus: Abgeschlossen

Die Region erstrAHLt!

Beleuchtungskonzepte sollen ausgewählte Punkte in der Region noch besser in Szene setzen. Den Auftakt macht der Burgbereich in Heek-Nienborg.

Die Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden verfügt über eine Vielzahl kulturhistorisch wertvoller und architektonisch ansprechender Bauwerke. Diese sollen – genauso wie die kulturhistorischen Hintergründe der Gebäude – mit dem Projekt stärker ins Bewusstsein gerückt werden, indem sie besser „sichtbar“ gemacht werden. Dazu sollen ausgewählte Gebäude und Ensembles in der Region durch Lichteffekte und ein abgestimmtes, innovatives und ökologisch effektives Beleuchtungssystem in Szene gesetzt werden. Hierbei steht allerdings nicht der Eventcharakter im Vordergrund, sondern eine dauerhafte Inszenierung in angemessenem Rahmen.

Als Pilot für dieses Projekt bildete die Burganlage in Nienborg das Experimentierfeld : Die dort in großer Dichte vorhandenen historischen Gebäude sind Zeugnisse der Geschichte und sollen als solche besser erkennbar sein. Folgende Gebäude wurden dazu in das Projekt eingebunden : Die St. Peter und Paul Kirche, die Keppelborg, das Lange Haus, das Hohe Haus, das Burgtor, die Alte Schule, die Mühle und das Haus Hugenroth.

Bei allen Gebäuden kommt ein Mix aus inszenatorischer und punktueller Beleuchtungstechnik zum Einsatz.

Gegenstand der Förderung waren die technischen Anschaffungen (Sachkosten für Leuchtmittel und benötigte Verkabelung/Installation) und die dafür notwendigen baulichen Maßnahmen (Erdarbeiten zur Kabelverlegung). Außerdem fielen Arbeiten im öffentlichen Bereich an, die die Verbindung zwischen den einzelnen Gebäuden/Grundstücken und dem bestehenden kommunalen (aber privatwirtschaftlich betriebenen) Beleuchtungsnetz in Nienborg schaffen (Leitungsgräben, Anschlusspunkte).

Hier können Sie die Projektskizze zur Maßnahme einsehen (pdf-Datei).

Projektstatus: Abgeschlossen

Erneuerbare-Elektro-Mobilität für die ländliche Region Ahaus-Heek-Legden

Car-Sharing mit Elektroautos – ein Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität in unserer Region

In der Region AHL wurde ein Car-Sharing-Angebot auf Basis von E-Fahrzeugen, die mit erneuerbaren Energien gespeist werden, initiiert. Dazu mussten mehr Menschen von der E-Mobilität überzeugt werden. Zum Start des Projektes wurden mehrere E-Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Da die Nutzung bzw. der Bekanntheitsgrad von Car-Sharing im ländlichen Raum aktuell noch nicht gegeben ist, musste viel Werbung für den Einsatz und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen im Alltag gemacht werden. Die Fahrzeuge wurden durch die Kommunen und Unternehmen als Ankermieter genutzt. In den Randzeiten (abends und an den Wochenenden) konnten Bürgerinnen und Bürger die Fahrzeuge ausprobieren. Ausgewählte Fahrzeuge standen zudem ganztägig zur Verfügung. Mit den Ankermietern wurde ein günstiger Mietpreis für die Bürgerinnen und Bürger erreicht, so dass das Ausprobieren in einem guten Verhältnis zu den Kosten stand.

Mit dem durchgeführten LEADER-Projekt konnte der Gedanke des Car-Sharings in die Region gebracht werden. Mit LEADER finanziert wurden nur die Bausteine Marketing und Management.

Die Fahrzeuge waren an unterschiedlichen Stellen in der Region platziert, die Stellplätze wurden in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Ahaus mit einer Ladesäule ausgestattet. Die Fahrzeuge konnten daher mit erneuerbarer Energie, die in der Region AHL erzeugt wurde, betankt werden.

Das Projekt hatte das Ziel, ein Car-Sharing-Angebot für die Region AHL auf Basis von elektrisch betriebenen Fahrzeugen, die überwiegend mit eigener erneuerbarer Energie betrieben werden, zu etablieren.

Insbesondere im ländlichen Raum spielt das Thema Mobilität eine wichtige Rolle. Der Umstieg auf Elektromobilität ist im Zuge der Energiewende ein politisch gewolltes Ziel, trotzdem haben viele Bürger Vorbehalte. Als Leuchtturmprojekt konnte das Car-Sharing-Angebot Bürger für Elektrofahrzeuge begeistern und die Region bewerben. Auch Touristen, die mit dem ÖPNV anreisten, konnten von dem Mobilitätsangebot profitieren.

Zudem wurde ermittelt, mit welchen Maßnahmen und Angebotszuschnitten sich ein solches Angebot im ländlichen Raum wirtschaftlich etablieren lässt, um dieses Vorgehen in andere Regionen zu exportieren. Das Projekt wurde formal im März 2021 beendet, eine Fortführung unter dem Projektnamen AHLEX konnte erreicht werden. Mehr Infos zum Folgeangebot gibt es hier: https://ahlex.net/

Den ausführlichen Schlussbericht zum Projekt können Sie hier herunterladen.

Projektstatus: Abgeschlossen

SOS-Bänke – sicher wandern in AHL

Im Notfall auch im Außenbereich schnell Hilfe erhalten: Ein SOS-Beschilderungssystem macht’s möglich

Die LEADER-Region verfügt über ein abwechslungsreiches Netz an Fuß- und Radwegen. Besonders die Außenbereiche mit der schönen Westmünsterländer Parklandschaft werden gerne genutzt. Dies kann in Notfallsituationen zu Problemen führen, da Hilfesuchenden ggf. die exakte Position nicht bekannt ist (es gibt keine Straßennamen oder Landmarken) und dem Rettungsdienst der Standort nicht genau genug beschrieben werden kann. So geht wertvolle Zeit verloren.

Damit solche Vorfälle erst gar nicht geschehen, wurde in der Region ein SOS-Bänke-System aufgebaut. Dabei wurden an den Bänken oder anderen Sitzgelegenheiten vor allem in den Außenbereichen SOS-Schilder angebracht, die mit Nummern versehen sind. Das Notfallopfer kann anhand dieser Nummern der Leitstelle mitteilen, wo es sich befindet und Notarzt, Rettungswagen oder -hubschrauber schnellstmöglich und ohne Umwege zu ihm lotsen. Im Hintergrund orientiert sich die Leitstelle an konkreten GPS-Datenbanken, die jeden Bankstandort anhand der Seriennummer einwandfrei identifizieren.

Zudem wurde im Rahmen dieses Projektes geprüft , an welchen Standorten bisher noch Sitzgelegenheiten fehlen. Im Zuge einer älter werdenden Gesellschaft gehört es zum Komfort, genug Sitzgelegenheiten anbieten zu können.

Hier können Sie die Projektskizze zur Maßnahme einsehen (pdf-Datei).

Projektstatus: Abgeschlossen

Aufbau eines regionalen Wertschöpfungsraumes im Bereich Ernährungs- und Landwirtschaft im Münsterland

Ein münsterlandweites Kooperationsprojekt sollte die Gründung einer RegionalwertAG vorbereiten und die Zusammenarbeit aller in der Region wirtschaftenden Betriebe und aktiven Initiativen aus dem Ernährungsbereich anregen

Im Münsterland sollte gemeinsam mit den dort ansässigen LEADER- und VITAL-Regionen sowie unterstützt durch den Münsterland e.V. der Weg hin zu einem regionalen Wertschöpfungsraum im Bereich der Ernährungs- und Landwirtschaft gestaltet werden. Bei diesem regionalökonomischen Konzept stehen die in der Region lebenden Menschen, die UnternehmerInnen und die KonsumentInnen im Zentrum: Beide Seiten, Anbietende und Nachfragende, gestalten gemeinsam aktiv das regionale, nachhaltige Wirtschaften. Der Wertschöpfungsraum zielt darauf ab, die Versorgung der in der Region lebenden Menschen mit regionalen Lebensmitteln auszubauen, wobei die ökologischen, ökonomischen, sozialen und geographischen Bedingungen zu berücksichtigen sind.

Die Zusammenarbeit aller in der Region wirtschaftenden Betriebe und aktiven Initiativen aus dem Ernährungs- und Landwirtschaftsbereich konnte dafür angeregt und intensiviert werden. Darüber hinaus sollten auch die VerbraucherInnen der Region über den Aufbau regionaler Kapitalbeteiligungen aktiv an der Entwicklung beteiligt werden.

Die Gründung einer Regionalwert AG Münsterland, eines innovativen Unternehmensmodells in Form einer nicht-börsennotierten Bürger-Aktiengesellschaft, konnte im Rahmen des Projektes vorbereitet werden. Dieses Unternehmensmodell wurde 2006 durch den dafür mehrfach ausgezeichneten Bauern Christian Hiß in Freiburg entwickelt. Seitdem entstanden Ableger in weiteren Regionen, z.B. dem Rheinland und der Region Isar Inn. Die Regionalwert AG Freiburg hat heute rund 650 Aktionäre und mehr als 20 Partnerbetriebe aus Landwirtschaft, Weiterverarbeitung, Handel und Dienstleistung.

Um die Entwicklung hin zu einem Wertschöpfungsraum zu initiieren und zu begleiten, wurden im Rahmen des Projektes zunächst regionale Akteure (z.B. LandwirtInnen, HändlerInnen, GastronomInnen) und Multiplikatoren gewonnen. Die Kernzielgruppe wurde durch Informationsveranstaltungen und Workshops informiert und beteiligt. Eine weiterführende Öffentlichkeitsarbeit mittels digitaler Medien und Printmedien informierte die Bewohnenden, Unternehmen und Initiativen in der Region und über die Regionsgrenze hinaus.

Mit den in der Region wirtschaftenden Betrieben und Initiativen konnte schließlich ein Netzwerk aufgebaut und der Gründungsprozess der Regionalwert AG Münsterland vorbereitet werden. Dabei galt es eine gemeinsame Vorstellung zur Zukunft einer nachhaltigen Ernährungs- und Landwirtschaft in der Region zu entwickeln und gemeinsam Nachhaltigkeitskriterien für den Aufbau und die Entwicklung eines lebendigen Wertschöpfungsraumes aufzustellen. Zur Gründungsvorbereitung gehörte auch der Aufbau einer Arbeits- und Organisationsstruktur.

Das Projekt wurde in Trägerschaft der LEADER-Region Tecklenburger Land durchgeführt, die anderen LEADER- und VITAL.NRW-Regionen aus dem Münsterland, also auch AHL, waren als Projektpartner eingebunden.

Im April 2021 war es dann soweit: Mehr als 100 überzeugte Gründungsaktionär*innen gründeten die neue Bürgeraktiengesellschaft mit über 600.000 € Gründungskapital. Projektziel also voll erreicht! Mehr Informationen unter https://regionalwert-muensterland.de/ und bei Facebook.

Projektstatus: Abgeschlossen

Bikepark Heek

Errichtung eines Bikeparks am Jugendhaus „ZaK – Der Treff“ in Heek – nach Wünschen und Vorstellungen der ansässigen Kids & Jugendlichen

In den letzten Jahren hat sich in Heek eine aktive Mountainbike-Szene gebildet. Die Jugendlichen suchen daher eine ortsnahe Möglichkeit, ihren Sport auszuüben.

Im Rahmen des alle zwei Jahre im Jugendhaus „ZaK-Der Treff“ durchgeführten Jugendforums, zu dem alle Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren der Gemeinde Heek per Postkarte schriftlich eingeladen werden, wird immer wieder die Attraktivierung des Außenbereiches des ZaKs gefordert. Dabei kam vermehrt der Wunsch der Jugendlichen auf, neben der Skateboard-Anlage auch einen „Bikepark“ (Trainingsplatz für Mountainbike & BMX-Räder mit verschiedenen Streckenführungen / Hindernissen/ Sprüngen) am ZaK zu errichten.

Die Mitgliederversammlung des Jugendwerkes Heek e.V. hat daher am 30.01.2019 einstimmig die Realisierung eines Bikeparks am Jugendhaus ZaK beschlossen, der Rat der Gemeinde Heek hat dafür einen Eigenanteil von 15.000 Euro in den Haushalt der Gemeinde eingestellt. Damit sollte der Wunsch der Heeker Kindern und Jugendlichen nach sportlichen Herausforderungen und Bewegung in der Natur gefördert werden.
Die Ausübung des Bike-Sports ist nicht mit hohen Kosten, der Mitgliedschaft in einem Verein oder sonstigem Aufwand verbunden – man braucht „nur“ ein Fahrrad. Die Nutzung eines Bikeparks ist daher für nahezu alle Menschen möglich, unabhängig von deren sozioökonomischen Status.

Der Bikepark wurde dann 2019 errichtet und eingeweiht. Er beinhaltet viele spielerische Elemente, die auch ohne ausgeprägte Fahrtechnik gemeistert werden können, aber auch Herausforderungen für Fortgeschrittene, bieten und damit für alle Erfahrungsstufen langfristig attraktiv nutzbar sein. Der Bikepark wurde naturnah gebaut, die Strecke wurde dem Gelände angepasst – das spart Geld, schont die Umwelt und macht den Park einzigartig! Das Gelände blieb weitestgehend unangetastet, da die Hindernisse durch Erdauftrag gebaut wurden. Die Jugendlichen waren bei der Planung und Errichtung des Bikeparks aktiv beteiligt und unterstützen auch im Nachgang die Nachhaltigkeit der Maßnahme aktiv.

Projektträger war die Gemeinde Heek, die auch den Eigenanteil aufbrachte. Die Gesamtkosten des Projektes lagen bei rd. 28.000 €.

Projektstatus: Abgeschlossen

Mariengarten Ahaus

Schaffung eines generationen- und zielgruppenübergreifenden Begegnungs- und Bewegungsparks am Klinikum Ahaus

Zuerst war es nur eine fixe Idee: Wieso nicht die Freifläche hinter dem Klinikum zur attraktiven Grünfläche umwandeln? Entstanden ist dann ein Erlebnis-, Bewegungs- und Begegnungsparks am Gesundheitscampus des Ahauser Krankenhauses. Aufgrund der verschiedensten Einrichtungen (Krankenhaus, zahlreiche Arztpraxen, ein großes Augenzentrum, Sanitätshaus, Orthopädietechnik, Apotheke, dem Senioren- und Pflegezentrum, Gesundheitszentrum sowie einer Kindertagesstätte) mit Ihrer hohen Zahl an Bewohnern, Berufstätigen und Besuchern sowie einem freien öffentlichen Zugang ist dies ein idealer Standort mit einer sehr hohen Nutzerfrequenz. Auf einer Fläche von mehr als 5.000 m² entstanden unterschiedlich gestaltete Bereiche, die teilweise bestehende Wegebeziehungen aufnehmen, ergänzen und an den grünen Ring des Ahauser Freiflächen und Grünraumkonzeptes angebunden sind. Das Naturerlebnis Wasser wird durch die Einbindung eines vorhandenen Vorfluters und des Löschteiches, ergänzt um eine Auenwiese, hervorgehoben. Ein besonderes Naturerlebnis wird durch schattenspendende vorhandene Bäume/Baumgruppen erreicht. Verschiedene Elemente wie teils überdachte Sitzplätze, eine Barfußpfad, Gräserhügel oder barrierefreie Spaziermöglichkeiten lassen den Begegnungs- und Bewegungspark in einem von zwei Seiten von Wald umgebenen Naturbereich in direkter Anbindung der Krankenhausinfrastruktur (bspw. einem Café) entstehen.

Projektträger war die Stiftung St. Marien-Krankenhaus Ahaus. Die Gesamtkosten des Projektes lagen bei rd. 650.000 €, über LEADER wurden 250.000 € Fördermittel eingebracht, der Rest über Eigenmittel und verschiedene Spenden.

Projektstatus: Abgeschlossen

Stiftshaus Asbeck

Wiederherstellung historischer Strukturen durch Lückenschluss an der Hunnenporte

An der Ecke Brückenstraße/Stiftsstraße im Kern von Asbeck soll die seit Jahren bestehende Baulücke neben der historischen Hunnenporte geschlossen werden durch den Bau eines „Stiftshauses“. Dieses soll durch ein multifunktionales Raum- und Nutzungskonzept Räumlichkeiten für kleine, junge Initiativen, aber auch für etablierte Gruppen bieten, die Raumbedarf haben. Die Bauweise soll schlicht sein, sich in die historische Umgebungsbebauung einfügen und mit einem direkten Übergang zur bestehenden Hunnenporte (Verbindung durch einen Windfang an die Westflanke der Porte) versehen werden. Innen vorgesehen sind im Untergeschoss ein großer, offener Raum sowie barrierefreie WCs und eine Küchenzeile, im Obergeschoss v.a. Stauraumfläche. Projektgegenstand soll auch die technische Ausstattung als Lern- und Leseort, für Vorträge und Konzerte sein.

Das Projekt hat einen nachhaltigen städtebaulichen und historischen Bezug: Das geplante Grundstück war laut Urkataster immer bebaut und grenzte an den „Küchenplatzes“ des Stiftes (so benannt im Urkataster) nach Norden; flankierende Bauwerke zu beiden Seiten der Hunnenporte hat es also immer gegeben. Somit wird hier nicht „nur“ eine beliebige Baulücke geschlossen – vielmehr wird der historisch-städtebaulich wertvolle Charakter einer geschlossenen, komplexen ehemaligen Stiftsanlage für Bewohner und Besucher wieder greifbarer und ablesbarer gemacht.

Projektträger ist die Gemeinde Legden, die auch den Eigenanteil aufbringt. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rd. 450.000 €, über LEADER sollen 250.000 € Fördermittel eingebracht werden.

Projektstatus: Bewilligt, in der Umsetzung bis Mitte 2023

MediFuture AHL

Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum neu denken im Pilotvorhaben in der Kulturlandschaft

Die Haus- und Facharztpraxis im ländlichen Raum ist ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung der medizinischen Versorgung vor allen Dingen im Hinblick auf die demographische Entwicklung von kleinen Kommunen. In vielen Gegenden ist die ärztliche Versorgung bereits jetzt unzureichend (Überalterung der PraxisinhaberInnen, gravierende Nachwuchsprobleme, steigende Zahl älterer, bedürftiger PatientInnen, veraltete Praxisausstattungen…), eine Verschärfung der damit einhergehenden Probleme ist mehr als wahrscheinlich.

Die Herausforderungen für ländliche Räume sind vor diesem Hintergrund komplex und vielseitig, Lösungsansätze nicht wirklich eindeutig und immer multithematisch und kompliziert.

Mit dem Ansatz „Medi-Future“ will sich das Gesundheitsnetz Gemeinsam WestMünsterLand e.V. als Projektträger auf den Weg machen, die Problematik konkret anzugehen: Durch vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik, im Verbund mit allen relevanten Akteuren und Partnern und vor dem Hintergrund einer ganz konkreten Absicht: Greifbares Resultat im Nachgang des Projektes soll die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) für die Region sein.

Die Gestaltung des Weges dorthin ist somit Gegenstand des geplanten Förderprojektes:

  • Erstellung eines Konzeptes zur Vorbereitung des Aufbaus eines medizinischen Versorgungszentrums mit zentralen sowie dezentralen Strukturen unter der Leitung des Gesundheitsnetz Gemeinsam WestMünsterLand e.V. (Fördergegenstand: Personalstelle(n), Ausgaben für Vernetzung/Abstimmung)
  • Um die vielen einzubeziehenden Akteure „einzufangen“ und miteinander in Dialog zu bekommen, muss zu Beginn des Projektes für einen klaren Prozessaufbau und Prozessablauf ein Konzept für das Netzwerkmanagement erstellt werden (Fördergegenstand: Personalstelle(n), Ausgaben für Vernetzung/Abstimmung)
  • Zur nachhaltigen Gewinnung junger MedizinerInnen für eine Tätigkeit im ländlichen Raum ist eine Zusammenarbeit mit dem Klinikum Westmünsterland zum Aufbau neuer Personalentwicklungsstrategien fest eingeplant.
  • Zentral wird ein Praxismanagement im Bereich der Organisation, Leistungsabrechnung und Personalführung geplant und aufgebaut.

Für eine innovative digitale Patientenversorgung kommt die elektronische Fallakte aus dem EFRE-Projekt „e/health“ zum Einsatz, um den Datenaustausch im Gesundheitsnetz Gemeinsam zu vereinfachen und somit eine qualifizierte medizinische Versorgung vorzuhalten.

Projektträger ist das Gesundheitsnetz Gemeinsam WML e.V, das auch den Eigenanteil aufbringt. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rd. 150.000 €, über LEADER sollen rd. 97.000 € Fördermittel eingebracht werden.

Projektstatus: In der Umsetzung bis Mitte 2023

Potenzialstudie Geothermie AHL

Wärme-Potenziale in der Region gemeinsam heben

Für die Region AHL mit ihren Kommunen Ahaus, Heek und Legden soll – nach bereits erfolgreicher Zusammenarbeit im Klimakontext der Windpotenziale – eine Potenzialstudie über die oberflächennahe, mitteltiefe und tiefe Geothermie sowie einer möglichen thermischen Speicherung im Untergrund für die (netzgebundene) Wärmeversorgung erstellt werden. Je nach Ergebnis der Studie sollen anschließend, also außerhalb des Förderprojektes, entsprechende Umsetzungsmaßnahmen gemeinsam oder wenigstens in enger Abstimmung der Kommunen auf den Weg gebracht werden. Durch die sukzessive Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien kann ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emmissionen geleistet werden.

Die größten Herausforderungen zur Umsetzung der Energiewende liegen im Wärmesektor. Eine schrittweise Transformation der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien (EE) ist dringend angezeigt. Von den EE bietet ausschließlich die Geothermie das Potenzial zur Produktion substanziell großer Wärmemengen. Die Oberflächennahe Geothermie mit Wärmepumpen ist eine seit vielen Jahren etablierte und ausgereifte Technik. Etwa 70 % der Landesfläche in NRW ist zur Nutzung dieser Energieform geeignet. Sie wird allerdings bisher überwiegend nur zur Versorgung einzelner Bauvorhaben im Neubaubereich genutzt und bietet noch ein erhebliches Ausbaupotenzial bei allen Arten von Gebäuden. Die Technologien der Thermalwasserschließung sind bekannt und gemeinhin akzeptiert und können z.B. aus dem Großraum München, den Niederlanden oder Belgien auf NRW-Verhältnisse übertragen werden.

Im Rahmen der Studie sollen Aussagen über das Potential der Oberflächennahen, der Mitteltiefen und der Tiefen Geothermie in AHL sowie einer möglichen thermischen Speicherung im Untergrund getroffen werden. Entstehen sollen Potenzialkarten, verlässliche Aussagen zur thermischen Aquiferspeicherung sowie Nutzungs- und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung konkreter Maßnahmen.

Projektträger ist die Stadtwerke Ahaus GmbH, die auch den Eigenanteil aufbringt. Die drei AHL-Kommunen sind als Partner dabei, weitere Projektpartner sollen eingebunden werden.

Projektstatus: Bewilligt, in der Umsetzung bis Ende 2022

Transnationales Kooperationsprojekt für lukrative Vermarktung regionaler Produkte

Wie lassen sich wettbewerbsfähige Möglichkeiten der Vermarktung für Erzeuger lokaler und regionaler Lebensmittel und Produkte generieren? Gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden und Finnland will AHL dieser Frage nachgehen.

Lokale Lebensmittel sind „in“: Ob der Trend hin zu mehr Nachfrage nach lokal erzeugten und produzierten Lebensmitteln und anderen Produkten, die wachsende Rolle des Gesundheitsaspekts („Bio“) bei der Wahl der Lebensmittel durch die Verbraucher oder klimatische Aspekte bei der Erzeugung und vor allem beim Transport von Lebensmitteln. Aber auch der Wunsch nach fairen Preisen sowohl von Erzeugern als auch Konsumenten wird stetig lauter. Regional erzeugte Produkte sind außerdem Träger regionaler Identität und können eine nicht unerhebliche Rolle spielen im Regionalmarketing und in der Identität/im Selbstverständnis einer Region. Bereits heute gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Optimierung von Verkaufszahlen und der Versorgung mit lokalen Lebensmitteln und ebenso viele Initiativen, die sich der Thematik angenommen haben. Und trotzdem: Eine nachhaltige, rentable Vermarktung regionaler Lebensmittelsysteme, von denen sowohl Produzenten wie auch Konsumenten gleichermaßen profitieren, findet nur selten statt. Hier will das Kooperationsprojekt ansetzen mit der zentralen Fragestellung: Wie kann die Wertschöpfung für lokale und regionale Erzeuger von vor Ort erzeugten Lebensmitteln und Produkten in den ländlichen Regionen erhöht werden? Häufig fehlt es besonders kleineren Erzeugern an Möglichkeiten, Logistik und Aufwand für den Vertrieb eigener Waren allein zu stemmen. Hier wollen die Projektpartner aus den drei Ländern gemeinsam nach Lösungen suchen und Erfahrungen in den jeweiligen Regionen tauschen.

In mehreren zumeist digitalen Konferenzen sollen die Akteure zusammenkommen und unter spezifischen Fragestellungen in Kontakt treten. Außerdem sind gemeinsame Treffen und Besuche der Partnerregionen geplant, auch ein gemeinsamer grenzüberschreitender Regionalmarkt soll in den nächsten anderthalb Jahren stattfinden. In mehreren Online-Seminaren sollen Lösungsansätze für eine optimierte Regionalvermarktung erarbeitet werden und bei entsprechendem Interesse auch eine digitale Vermarktungs-Plattform entstehen.

Der Erfahrungsaustausch soll dafür sorgen, dass existierende Strukturen besser und vor allem intensiver genutzt werden können und das Thema auch in der Öffentlichkeit prominenter wird.

Projektstatus: In der Umsetzung bis zum Anfang 2023

Coworking Spaces AHL

Braucht der ländliche Raum geteilte Arbeitsräumlichkeiten, die man sonst so nur aus Großstädten kennt? Ein Pilotvorhaben untersuchte den Bedarf und plante erste Einrichtungen von Coworking Spaces in den Kommunen.

Ziel des Projektes war es, pilotartig in einer Region im Münsterland die Idee der Coworking Spaces durch verschiedene Ansätze und Umsetzungen auszurollen, um dadurch eine Übertragbarkeit auch auf andere Regionen/Orte im Münsterland gewährleisten zu können. Im Rahmen dieses Pilotprojektes sollten zudem durch eine Art „Kümmerer-Funktion“ Konzepte für interessierte Kommunen und Standorte in der LEADER-Region AHL erstellt werden.

Konkret wurden im Projekt folgende Dinge untersucht/erarbeitet:

  • Ermittlung einer „kritischen Nachfragemasse“ aufgrund allgemeiner Kennzahlen wie Beschäftigungs- und Wirtschaftsstruktur in den Kommunen, Pendlerströme etc.
  • Ermittlung von günstigen Lagen für einen Coworking Space unter Berücksichtigung bestimmter Parameter wie Lage, ÖPNV- und Fahrraderreichbarkeit, Parkplatzsituation, Glasfaserausbau, Gastronomieangebot etc. – alles in enger Abstimmung mit der WFG für den Kreis Borken, den Kommunen sowie den Wirtschaftsförderern vor Ort
  • Online-Befragungen zur Ermittlung der Stimmung hinsichtlich Coworking Spaces auf dem Land (Ermittlung potenzieller Nutzer)
  • Auswahl von geeigneten Standorten und Gespräche mit Eigentümern etc.
  • Erarbeitung von individuellen Raumnutzungskonzepten für den jeweiligen Standort
  • Unterstützung bei der Erstellung von Businessplänen
  • Unterstützung bei der konzeptionellen Planung für den jeweiligen Standort: Wahl der richtigen Unternehmens- und Betreiberform, Versicherungen, Steuern und Abgaben, Fördermittelberatung, Allgemeine Geschäftsbedingungen und Nutzungsbedingungen, Auswahl des Mobiliars, Hardware und WLan-Struktur, Buchungsabwicklung, Zielgruppenansprache, Marketing etc.
  • Vernetzung der Standorte mit anderen Coworking Spaces

Im Ergebnis konnte festgestellt werden: Potenziale für Coworking Spaces gibt es in allen drei Kommuen – das ergaben auch Umfragen, die live und im Internet in allen Kommunen durchgeführt wurden. Konret vorbereitet werden konnte ein Coworking Space auf einer Hofanlage im Außenbereich in Heek, für Ahaus und Legden wurden interessierte Coworking-Anbieter bei der Vorbereitung möglicher Angebote beraten und begleitet. Möglicherweise entstehen dadurch auch in diesen Kommunen künftig entsprechende Offerten.

Projektträger war die Wirtschaftsförderung des Kreises Borken, die das Vorhaben als externe Dienstleistung vergeben hat. Die drei AHL-Kommunen waren als Partner dabei und erbrachten die Drittmittel. Die Gesamtkosten des Projektes lagen bei rd. 35.000 €, von denen LEADER rd. 24.000 € als Förderung dazugab.

Projektstatus: Abgeschlossen

Hauswirtschaft 4.0: Vielfältig – sozial – nachhaltig – gesund

Modul I: Kochkurse

Mit verschiedenen Bausteinen will der BHD das Thema Hauswirtschaft in der Region neu denken und verankern. Ein erster Baustein dreht sich dabei um die Themen Lebensmittel und deren nachhaltige Zubereitung.

Der Betriebshilfsdienst & Maschinenring Ahaus e.V. möchte eine Hauswirtschaftsoffensive starten. Der Verein will die Hauswirtschaft als gesellschaftliches Thema in den Fokus rücken und deutlich machen, wie wichtig die nachhaltige Umsetzung hauswirtschaftlicher Themen im
täglichen Leben ist. Dabei sollen die verschiedensten gesellschaftlichen Gruppierungen gleichermaßen in den Fokus genommen werden.

Gleichzeitig möchte der BHD die besonderen Perspektiven der hauswirtschaftlichen Berufe öffentlichkeitswirksam darstellen und junge Menschen für dieses Berufsbild begeistern. Die Hauswirtschaft kann aus Sicht des Vereins einen zentralen Beitrag zu den aktuell sehr relevanten gesellschaftlichen Fragen, wie z.B. die der gesunden Ernährung, der nachhaltigen Lebensweise und der sozialen Dimension rund um hauswirtschaftliche Tätigkeiten, die aufgrund pluraler und individualisierter Lebensweisen zunehmend in den Hintergrund treten,
leisten.

Diese Offensive soll in den kommenden Jahren durch verschiedene Bausteine in die Öffentlichkeit getragen werden. In Kooperation mit dem Berufskolleg Lise Meitner Ahaus und den Kreislandfrauen sollen in einem ersten Schritt/Modul Kochschulungen für verschiedene soziale Gruppen wie z.B. junge Familien, Paare, Singles oder sozial benachteiligte Menschen
angeboten werden. Inhalte dieser Schulungen sollen folgende Aspekte sein:

  • Wie kann ich selber kochen und mich gesund versorgen?
  • Grundkenntnisse einer ausgewogenen Ernährung bzw. Umgang mit frischen Lebensmitteln
  • Preisbewusste Ernährung
  • Regionalität
  • Hygiene
  • hauswirtschaftliche Grundkenntnisse

Zu den konkreten Positionen des Projektes gehören entsprechend der Ausführungen die Anmietung geeigneter Räumlichkeiten (z.B. vorhandene Groß-/Gruppenküchen in Bildungseinrichtungen oder Betrieben), die Vergabe von Honoraraufträgen an entsprechende Kursleitungen (DozentInnen, KöchInnen o.ä.) und die begleitende Bewerbung der Offensive und im Speziellen dieses ersten Bausteins.

Projektträger ist die BHD Familienservice & Dienstleistung GmbH, die auch einen Eigenanteil beisteuern wird. Zur Gesamtfinanzierung sind verschiedene Drittmittelgeber angefragt. Die drei AHL-Kommunen sind als Partner dabei, weitere Projektpartner sollen eingebunden werden. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rd. 31.000 €, über LEADER sollen rd. 20.000 € Fördermittel eingebracht werden.

Projektstatus: In der Umsetzung bis Anfang 2023

Potenzialanalyse Strönfeldseen

Können Gebiete eines Sandgewinnungsareals mit ihren Seen künftig als Naherholungsfläche dienen? Kann eine solche Freizeitnutzung mit Aspekten einer regenerativen Energiegewinnung in Einklang gebracht werden? Diese Fragen soll eine Potenzialstudie beantworten, die die Gemeinde Heek in Auftrag geben will.

Im Heeker Strönfeld sind durch Entsandungen zwei Seen entstanden, die bislang vor allem durch Angler und illegal als Badeseen genutzt werden. Nach Beendigung der Entsandungsmaßnahmen, die nach einer Erweiterung der Abgrabungsflächen voraussichtlich noch drei bis vier
Jahre andauern werden, obliegt das Bestimmungsrecht hinsichtlich der Nachnutzung der Gemeinde Heek. Eine mögliche touristische Nachnutzung, beispielsweise in Form eines Strandbades, wurde dazu bereits im Bebauungsplan berücksichtigt. Dafür wurde am Ostufer des 2. Sees
eine Fläche von ca. 40.000 m² für Einrichtungen (Liegefläche, Kiosk, Sanitäranlagen etc.) und Parkplätze zurückgehalten. Zudem ist zur Bereicherung der Freizeit- und Erholungsnutzungen ein Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes im Plangebiet vorgesehen. Die zu erstellende Potentialanalyse soll daher auch dazu dienen, notwendige Flächen für Infrastrukturmaßnahmen im Falle einer weiteren Ausweitung der Entsandungsfläche nachhaltig zu sichern. Eine mögliche Vereinigung beider Seen zu einer Gesamtfläche von 50-60 Hektar, die im Rahmen der Anpassung des Bebauungsplanes bereits diskutiert wurde, soll ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Für die weitere Konkretisierung der Planungen bedarf es nun einer vertiefenden Bewertung, welche freizeitorientierten Angebote aus tourismusfachlicher (und auch landschaftsarchitektonischer)
Sicht an dem Standort ‚Strönfeldsee‘ als sinnvoll und empfehlenswert erachtet werden. Gleichzeitig soll auch (oberflächlich) untersucht werden, inwieweit mögliche Potenziale zur regenerativen Energiegewinnung vor Ort wirtschaftlich mit einer touristischen Nutzung in Einklang
gebracht werden könnten.

Projektträger ist die Gemeinde Heek, die auch den Eigenanteil einbringen wird. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rd. 30.000 €, über LEADER sollen rd. 20.000 € Fördermittel beigesteuert werden.

Projektstatus: In der Umsetzung bis zum Frühjahr 2023

Der grenzenlose Bach

Ein deutsch-niederländisches Vorhaben als Projekt zur Anbahnung einer transnationalen Kooperation: Die touristische Inwertsetzung eines grenzüberschreitenden Bachlaufes.

Ein Gewässer mit wechselndem Namen bildet eine geographische Verbindungslinie von vier transnationalen LEADER-Regionen: Die Ahauser Aa beginnt in der Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden auf Ahauser Gebiet, setzt sich fort als Buurserbeek in der niederländischen Region Zuidwest Twente (und streift zwischendurch die Region Achterhoek) und wird
schließlich, während sie sich weiter nach Westen und in die Region Salland fortsetzt, zum Schipbeek.

Überall entlang dieses Gewässers gibt es touristische Einrichtungen, Angebote und Initiativen, die allerdings sämtlich in der Regel nur im näheren Einzugsgebiet Potenziale abschöpfen. In verschiedenen Gesprächen und Austauschtreffen der Regionalmanagements aller vier
Regionen wurden verschiedene Optionen zur besseren Inwertsetzung dieser Potenziale in einem grenzüberschreitenden Kontext besprochen und angedacht, die 2018 in einem ersten kurzfristig angesetzten Treffen mit ausgewählten Akteuren aus allen vier Regionen in den Niederlanden besprochen wurden. Seitdem wurde die Idee von den Regionalmanagements Zuidwest Twente und AHL immer wieder weiter diskutiert. Zum Jahresanfang 2020 kam dann folgende Idee auf:

– Das mögliche Kooperationsprojekt soll zunächst fokussiert werden auf die beiden Schwerpunkteinzugsgebiete Zuidwest Twente und AHL, wobei Salland und Achterhoek sich ggf. kurzfristig und/oder informell einklinken.

– Das mögliche Kooperationsprojekt soll phasiert werden: In einer ersten Phase (Phase 1) sollen die Möglichkeiten für eine sinnvoll-nachhaltige transnationale Kooperation eruiert werden, indem in beiden Regionen zunächst nach interessierten Akteuren gesucht wird, diese für verschiedene Treffen zusammengeführt werden und dort gemeinsam überlegen,
ob und falls ja in welcher Form sie als „task force“ im Anschluss konkrete Maßnahmen zur Inwertsetzung der Gewässer als „grenzenloser Bach“ weiterverfolgen wollen (also die „Anbahnung einer Kooperation“). Dabei sind drei mögliche Resultate denkbar:

(a) Es finden sich keine/zu wenige interessierte Mitmacher – dann wird die Projektidee beendet;

(b) es finden sich genug interessierte Akteure aus beiden Regionen, aber es stellt sich heraus, dass noch weitere Vorarbeiten nötig sind, oder

(c) die Weichen konnten so weit gestellt werden, dass als Resultat ein Förderantrag gestellt werden kann für die Umsetzung einer oder mehrerer konkreter Vorhaben am Bach als transnationales Kooperationsprojekt im Anschluss (Phase 2). Phase 2 käme also nur bei entsprechendem Ausgang von Phase 1 zum Tragen.

Gegenstand dieses Projektes zur Anbahnung einer Kooperation ist daher zunächst lediglich die Phase 1. Somit umfasst diese Projektskizze zunächst die Arbeitsschritte „Vorarbeiten/Akteursakquise auf regionaler Ebene in Eigenverantwortung, Start-Up-Meeting, zwei Exkursionen (jeweils eine wird von einer Region geplant, organisiert und kostenrelevant durchgeführt) und ein Abschluss-Meeting.

Projektträger für den deutschen Teil ist die LAG, die auch den Eigenanteil aufbringt. Die drei AHL-Kommunen sind als Partner dabei, als weitere Projektpartner sind die niederländischen LEADER-Regionen an Bord. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rd. 5.500 €, über LEADER sollen für die Hälfte der Kosten, die auf deutscher Seite entstehen, rd. 2.000 € Fördermittel eingebracht werden.

Projektstatus: Vom Vorstand beschlossen

Barrierefreie E-Mobilität: E-Rikschas und E-Rollfietsen

Mehr Teilhabe für eingeschränkte Personen durch E-angetriebene Fahrräder, die zu zweit nutzbar sind und Mobilität wieder neu erlebbar machen helfen.

In einem LEADER-geförderten Projekt sollen soziale Einrichtungen aus der Region, zu deren Nutzerkreis Menschen mit eingeschränkter körperlicher Mobilität zählen (z.B. Menschen mit Behinderung, ältere Menschen), die Möglichkeit erhalten, bei entsprechendem Bedarf elektrisch angetriebene „Fietsen“ (also E-Fahrräder) anzuschaffen.

Diese werden den Einrichtungen für die Dauer von 5 Jahren (Projektbindungsfrist) kostenlos zur Verfügung gestellt und gehen anschließend in den Besitz der jeweiligen Einrichtung über.

Für die Dauer der Bindungsfrist verpflichten sich die Einrichtungen, die Fahrzeuge bei Bedarf auch zum öffentlichen Verleih und zum Verleih unter eingebundenen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen und dazu die entsprechenden Rahmenbedingungen (fester Ansprechpartner, Kontakt, „Verleihkalender“ o.ä.) bei sich zu schaffen. Die (v.a. Freizeit- und Erholungs-)Mobilität von bislang diesbezüglich eingeschränkten Menschen und Personengruppen soll nachhaltig verbessert werden; dies soll die alltägliche Teilhabe dieser Zielgruppen optimieren und zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Projektstatus: Abgeschlossen

Virtual-Reality-Experience – Stift-Asbeck 1783

Das Mittelalter in Legden-Asbeck wird lebendig: Besucher*innen können sich mittels VR-Technik durch die historische Klosteranlage bewegen und werden dabei von Stiftsfrauen geführt. Das Beste aus Geschichte und Moderne in einem Projekt.

Das heutige Stiftsdorf Asbeck mit seiner historischen Bausubstanz gehört mit seinem mittelalterlichen Kern zur ehemals bedeutenden Klosteranlage der münsterischen Fürstbischöfe. Der gesamte Dorfkern gehörte ehemals zu dieser Stiftsanlage. Hierzu zählen die noch heute bestehenden Gebäude: Dormitorium, zweigeschossige romanische Kreuzganggalerie, romanische Stiftskirche, Stiftsmühle, historisches Torhaus Hunnenporte, das Wohnhaus der Äbtissin, das Haus des Stiftsvogtes. Darüber hinaus sind weitere noch heute bestehende Gebäude und Wohnhäuser dem Stift zuzuordnen. Der heutige Straßenverlauf „Brückenstraße“ und „Stiftsstraße“ entspricht dem mittelalterlichen Straßenverlauf im Klosterbereich.

Besucher*innen und Gäste nehmen heute das Stiftsdorf als gemütliches Dorf mit schönem Gebäudebestand war. Ziel der Maßnahme war es aber, auch die historischen Bezüge wieder deutlich zu machen, nicht nur die Einzelgebäude wahrzunehmen, sondern den Gesamtzusammenhang der Klosteranlage wieder zu erkennen. Es sollten Antworten auf die häufigen Fragen der Besucher gegeben werden: Warum steht hier ein Torhaus solitär? Welche Bedeutung hat die Galerie?  Gab es eine Klostermauer? Wo befand sich der Klostergarten? An welcher Stelle stand das Armenhaus? Wie kamen die Bewohnerinnen auf die Empore in der Kirche?

Nach Fertigstellung des Projekts können inzwischen Besucher*innen als „Zeitreisende“ virtuell die Asbecker Klosteranlage erleben und werden hierbei in das klösterliche Leben eingebunden. Mit dem Projekt ist es möglich, die ab 1141 gegründete und über die Jahrhunderte hinaus erweiterte Anlage des Klosters Asbeck einem großen Kreis von Menschen erfahrbar zu machen. Dazu wird mittels Virtual Reality über das Aufsetzen entsprechender VR-Brillen ein Rundgang auf dem Gelände und in den Gebäuden angeboten. Dafür hat der Heimatverein Asbeck als Projektträger für das Projekt entsprechende Geräte angeschaffen sowie die nötige Software inhaltlich und technisch erstellen lassen.

Für das Projekt erhielt der Heimatverein rd. 18.000 € Fördermittel von LEADER.

Projektstatus: Abgeschlossen

Vesper – Die Co-Cooking Community Legden

Tradition und Aktualität beim Kochen und Backen miteinander verbinden: Im Pfarrheim Legden soll ein kulinarischer begegnungsport für Gruppen und Menschen aller Art entstehen und eine örtliche „Kochgemeinschaft“ vernetzt werden.

Das Legdener Pfarrheim – aktuell nur zu ca. 50 % ausgelastet – verfügt über eine kleine, 40 Jahre alte Kochzeile mit Bewirtungstresen. Dieser Bereich soll durch eine moderne, robuste, Vielfalt ermöglichende Küche ersetzt werden. Vorgesehen ist eine attraktive Ausstattung und Möblierung als Basis für den Aufbau einer engagierten, bunten Community sowie die Entwicklung eines ausgeklügelten Programms. Darin soll es regelmäßige, über den Tag und das Jahr verteilte Aktivitäten rund ums Kochen und Backen, das Erlernen zugehöriger Techniken sowie das Kennenlernen regionaler Produkte und Rezepte geben.

Das Projekt „Vesper – die Legdener Co Cooking Community“ macht es sich zur Aufgabe, Tradition und Aktualität beim Kochen und Backen miteinander zu verbinden. Für die damit zusammenhängenden Aktivitäten wird ein Programm mit vielen Einzelthemen, kontinuierlich stattfindenden Treffen sowie zu festen Anlässen ausgearbeitet. Organisiert werden sie von den bestehenden Gemeinschaften. Die im Vorfeld bereits stattgefundenen Gespräche haben zudem gezeigt, dass sich infolge des Projekts auch neue Initiativen bilden werden, deren Absicht es beispielsweise ist, Integrationsarbeit für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund durch das gemeinsame Kochen und Backen im Pfarrheim zu leisten.

Projektträger ist die örtliche Kirchengemeinde, organisiert und geplant wurde die Projektidee von zahlreichen Vereinen und Gruppen im Ort.

Der Vorstand der LAG hat für die Umsetzung des Projektes den Einsatz von Fördermitteln in Höhe von rd. 39.000 € beschlossen.

Projektstatus: Derzeit in der Antragstellung

Mehrgenerationen-Bewegungsparcours Wessum

Nicht nur in Corona-Zeiten sinnvoll: Eine generationenübergreifende Sport- und Bewegungsstrecke rund um den Sportplatz hält Interessierte auf natürliche Weise fit.

Im Projekt soll in Wessum rund um das Sportgelände ein Bewegungsparcours für das Dorf erstellt werden: Ein Bewegungsparcours als Outdooranlage mit witterungsfesten, stabilen und sicheren Geräten zum Trainieren verschiedener körperlicher Funktionen, ähnlich den Geräten, die man sonst auf Fitnessstudios kennt. Insgesamt sollen 10 Geräte an 6 Stationen aufgebaut werden. Eine Beschilderung am Start/Zielpunkt sowie Anleitungsschilder an den einzelnen Geräten machen die Benutzung des Parcours für jedermann/-frau einfach und verständlich. Alle Geräte sind öffentlich zugänglich und können als Rund-Parcours (ca. 1 km Länge mit leichten Laufabschnitten) oder aber auch gezielt als Einzelstationen genutzt werden.

Im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes als Idee entstanden, soll nun über das LEADER-Programm diese aus der Bevölkerung stammende Idee umgesetzt werden. Dadurch entsteht ein nachhaltiges, niederschwelliges Sportangebot für Jedermann, eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich. Der Parcours soll gerade, auch im Hinblick auf den demographischen Wandel, Ältere zu sportlicher Betätigung anregen, gerne auch zu zweit oder in Gruppen. Im Zuge der Corona-Pandemie gewinnt der Sport im Außenbereich außerdem immer mehr an Bedeutung.

Der Sportverein als Projektträger übernimmt die Patenschaft für die Anlage, das heißt in Zusammenarbeit mit der Stadt Ahaus auch die Wartung und Pflege – eine Instandhaltung und Sicherung des Projektangebotes auf lange Zeit ist damit gewährleistet. Der Parcours wird außerdem in das sportliche Angebot des Vereins eingepflegt und bekannt gemacht; durch Kennenlern-Kurse wird die Anlage der Bevölkerung vertraut gemacht, so dass die Geräte anschließend eigenständig genützt werden können. Auch über die beteiligten Partner wird das Projekt nicht nur kommuniziert, sondern auch potenziellen Nutzern nahegebracht, so dass die Investition mit Sicherheit auch lange und gerne genutzt wird.

Projektstatus: Abgeschlossen

GartenPark Christuskirche

Wie aus einer reinen Wegeverbindung ein Begegnungsort mit vielfältiger Nutzbarkeit wird: Der GartenPark an der Christuskirche soll Veranstaltungsfläche und lebendiger innerörtlicher Treffpunkt für Alle werden.

Die Christuskirche befindet sich an zentraler Stelle in Ahaus zwischen Schloss und Kirmesplatz, das Gelände grenzt an den Platz der vielfrequentierten Stadtbücherei/des Kulturquadrats. Zwischen Kirche und dem Dorothee Sölle-Haus (Treffpunkt vom Bibelkreis bis zum Besuchsdienstkreis, Jugendtreff bis zum Seniorenkreis) befindet sich hinter einer Mauer bzw. einem Zaun gelegen der Kirchgarten, der im Rahmen des Projektes gestalterisch und funktional aufgewertet und konzeptionell für Anwohner und Gäste geöffnet werden soll.

Dazu soll die Aufenthaltsqualität durch Begegnungs- und Verweilelemente, durch eine grundlegend neu konzeptionierte Be- und Durchgrünung und neue Wegeverbindungen auf ein völlig neues Level gebracht werden.

Herzstück der Neuplanung ist eine Freilichtbühne zentral zwischen Kirche und Gemeindehaus, die künftig zur Begegnung und zu Open-Air-Veranstaltungen jeder Art einladen soll: Gottesdienste, Theater- und Musikaufführungen, Kleinkunst, Diskussionen, Vorträge und mehr.

Projektträger ist die örtliche Christus-Kirchengemeinde, die Projektkosten liegen bei insgesamt rd. 245.000 €. Über LEADER sollen rd. 160.000 € finanziert werden, den Rest übernimmt die Kirche.

Projektstatus: In der Umsetzung bis Ende 2022

Multifunktionsraum DLRG Alstätte

Die DLRG am Freibad Alstätte muss sich vergrößern, um den zahlreichen ehrenamtlichen Aufgaben, die sie unterhält, auch künftig gerecht werden zu können.

Die DLRG-Ortsgruppe Ahaus-Alstätte e.V. plant die Erneuerung und funktionale Erweiterung des bestehenden Seminarraums am Freibad-Alstätte. Die vorhandene Räumlichkeit ist in die Jahre gekommen (Baujahr 1971) und genügt daher nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Des Weiteren gibt die vorhandene Kubatur keine ausreichende Möglichkeit, entsprechende theoretische Ausbildungseinheiten und Versammlungen abzuhalten. Hierfür ist der Raum schlichtweg zu klein: Der Raum hat aktuell eine Größe von ca. 3×6=18 m² und wird durch die Erweiterung auf ca. 6×6=36 m² anwachsen. Das vorhandene Gebäude wird hierzu um etwa 3 m verlängert. Da die Aufgabenbereiche der DLRG immer größer werden, ist das Vorhandensein eines multifunktional nutzbaren Gemeinschaftsraumes essentiell für die ehrenamtliche Arbeit der Ortsgruppe und zur Sicherung wichtiger gesellschaftsrelevanter Leistungen.

Bei Baukosten von etwa 52.000 € beantragt der Projektträger knappe 32.000 € Förderung über LEADER.

Projektstatus: In der Umsetzung bis Frühjahr 2023

Laube und Ufersteg an der Ahauser Aa

Den Naturraum im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden noch attraktiver machen: Das ist das Ziel dieses Projektes, bei dem ein Verweilplatz in unmittelbarer Wassernähe geschaffen wird.

Im Bereich der Haarmühle in Ahaus-Alstätte, in direkter Grenzlage zu den Niederlanden und inmitten eines attraktiven Naturraums aus Wald, Bachläufen und Heidelandschaften entstand kürzlich auf Initiative der Bürgerwald Alstätte & Haarmühle GbR ein 1.600 m² großer Bürgerwald. In naher Zukunft soll diese Fläche ergänzt werden um weitere 10.000 m² mit mehreren Hundert Baum- und Strauchpflanzungen als Natur- und Ökofläche bzw. Klimawald.

Neben der Pflanzaktion soll als besonderes Verweilelement eine Laube mit einem Ufer-Steg gebaut werden. Der perfekte Standort liegt direkt im Blickfeld der neuen aufwendig gebauten Wanderbrücke, die über den historischen Grenzgraben der Haarmühle führt. Auch der touristisch ausgewiesene Wanderweg (ehemaliger Forstweg) führt an der Laube vorbei, und verbindet den Bürger- und den Klimawald. Dabei sollen das Fundament der Hütte und der Steg aus Bentheimer Steinblöcken bestehen, so wie früher die Fundamente in dieser Gegend erstellt wurden; das Ständerwerk der Windschutzhütte ist aus Eichenbalken geplant (typische Bauweise vieler Jahrhunderte im Münsterland), die Dachkonstruktion ebenfalls aus Eichenholz; die Dachpfannen sind aus französischen Tonschindeln (Marke: Rustique Nuage) vorgesehen und sollen ein wenig an die Besatzungszeit durch Napoleon und an den Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 erinnern. Auf der dachspitze ist eine Wetterfahne geplant, der Erdboden soll, genauso wie die Radwege im deutsch-niederländischen Grenzbereich, mit gelb-grauer Asche belegt werden.

Der Ufer-Steg soll Bohlen und Bretter aus altem Bankossi-Holz erhalten und aus Gründen der Barrierefreiheit Rutschbremsen erhalten. Das Geländer ist aus streichbarem Holz in Blaugrün geplant (keine Eiche), Schnitzereien sollen als Zierelemente angebracht werden. Auf dem Steg ist eine Sitzbank vorgesehen. Die Hütte wird mit einer Feldahornhecke umsäumt. Beim Eingang werden einige Bretter mit Schlitzen eingebaut, damit das Regenwasser ohne Rillenbildung im Boden versickern kann. Hierdurch habe es Rollstuhlfahrer leichter, die Laube und den Ufer Steg zu besuchen. Der Eingang wird mit zwei Natursteinsäulen von der Hecke getrennt.

Das Projekt in der Trägerschaft des Heimatvereins Alstätte kostet knappe 50.000 €, über LEADER sollen bis zu 30.000 € Förderung hineinfließen.

Projektstatus: Derzeit in der Antragstellung

Aufwertung Altentagesstätte Caritas Wessum

Neue Tische, neue Stühle, neue Technik: Die Begegnungsstätte in Wessum erhält eine dringend nötige Runderneuerung.

Die sog. „Altentagesstätte“ (Bj. 1989) grenzt räumlich direkt an das Caritas- Seniorenheim St. Friedrich (Eichenallee 3-5, 48683 Ahaus) in Wessum an. Von hier aus ist auch ein direkter Zugang in das Hauptgebäude möglich, sowie eine Anbindung zur Hauptküche gegeben.

Die „Altentagesstätte“ ist ein Ort der Begegnung nicht nur für unsere Bewohner, sondern auch für viele Vereine und Gruppen aus dem Ortsteil Wessum wie auch aus den umliegenden Gemeinden – und ist so ein beliebter Treffpunkt und fester Bestandteil des dörflichen Lebens.

Genutzt wird die „Altentagesstätte“ für Feste, Feiern und Vereinstreffen, aber auch für Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Sitzungen, Tagungen und Schulungen. Dementsprechend ist sie mit einer Bühne, einem Flip Chart und einer Pinnwand ausgestattet.

Hier können bis zu 100 Personen Platz finden. Die „Altentagesstätte“ kann bei Bedarf räumlich unterteilt werden und ist somit auf verschiedene Gruppengrößen gut anpassbar.

Die derzeitige weitere Ausstattung umfasst einen überdachten Eingangsbereich, einen großzügigen Empfangsbereich mit Garderobe, eine angrenzende Teeküche sowie eine WC-Anlage mit einem behindertengerechten WC. Auch wurde die Räumlichkeit zuletzt technisch an ein leistungsstarkes Internet angebunden. Für eine zukunftsgerichtete, nachhaltige und optimierte Nutzbarmachung des Begegnungsortes für die beschriebenen Nutzergruppen und um auch technisch modern und zeitgemäß aufgestellt zu sein, benötigt die „Altentagesstätte“ allerdings dringende Investitionen: Die Ausstattung mit Tischen und Stühlen ist über 30 Jahre alt und weist mittlerweile erhebliche Abnutzungen und Defekte auf. Dadurch verliert sie zunehmend an Attraktivität.  Hier soll eine neue Möblierung mit 100 Stühlen und 28 Tischen sowie einer Transport-Karre Abhilfe schaffen. Außerdem soll ein großer E-Screen angeschafft werden, der als Fernseher, Monitor und Internetzugang dient und somit auch digitale Präsentationen, Vorführungen und die gemeinschaftliche Internetnutzung im Stile eines übergroßen Touchpads ermöglicht.

Projektträger ist die Caritas, die Projektkosten von rd. 48.000 € sollen mit gut 29.000 € aus dem LEADER-Topf unterstützt werden.

Projektstatus: Derzeit in der Antragstellung

Rollstuhlgerechter Zugang zur Landesmusikakademie

Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, sollen künftig einfacher in die Probenräume der Musikakademie gelangen.

Am rückwärtig am Hauptgebäude angesiedelten Haupteingangsbereich der Landesmusikakademie NRW in Heek-Nienborg soll die Eingangs- und Vorplatzsituation optisch, gestalterisch und funktional aufgewertet werden.

Ein erster Schritt hierzu soll die Umgestaltung der Haustür zu einem rollstuhlgerechten Eingang (mit automatischer Öffnung nach Klingeln bzw. Eingabe des Eingangscodes über eine entsprechende freistehende Stele) umgesetzt werden. Bisher entspricht dieser rückwärtige Eingang einer schlichten Tür, die ins Hausinnere führt, die Klingel ist kaum sichtbar. Rollstühle können diese Tür nur eingeschränkt passieren, Elektro-Rollstühle passen nicht hindurch. De facto handelt es sich aber um den Haupteingang der Akademie. Vom Parkplatz aus führen gepflasterte, verkehrssichere Wege zu diesem Eingang. Hierbei handelt es sich um rollstuhlgeeignete beleuchtete Wege.

Da davon auszugehen ist, dass Sehbehinderte und Blinde bei Ankunft auf dem Parkplatz von Sehenden gefahren werden, die sie dann auch sicher über diese Wege zum Haus geleiten können, besteht kein akuter Handlungsbedarf zur Umgestaltung für diese Zielgruppe.

Im Inneren des Musikzentrums sind alle Räume im Erdgeschoss rollstuhlgeeignet, eine Behindertentoilette ist in unmittelbarer Nähe des Eingangs zu finden.

Die weiteren Schritte der Umgestaltung der Freifläche zwischen den östlichen und westlichen Bauflügeln zu einer barrierefrei gestalteten Begegnungs- und Aufenthaltsfläche für Gäste der LMA und Besucher des Dorfes soll später mit gesondertem Antrag realisiert werden. Diese Schritte der Umgestaltung von Pflaster- und Grünanlagen sowie der zusätzlichen Beleuchtung können derzeit angesichts der Ungewissheiten bei Baumaßnahmen (unabsehbare Kostensteigerungen, Verzögerungen in der Umsetzung) noch nicht realisiert werden. Die Risiken wären aus Sicht des Antragstellers zu hoch. Der erste Schritt zu einer Umgestaltung der ursprünglich als Hintereingang gedachten Tür, die faktisch jedoch den Haupteingang darstellt, wäre der wichtigste für o.g. Vorhaben. Dadurch würde deutlich betont, welcher Eingang der richtige ist. Dies würde die Orientierung für vom Parkplatz zum Gebäude gehende Gäste enorm stärken.

Antragsteller ist der gemeinnützige Verein Landesmusikakademie NRW „Burg Nienborg“ in Heek/Kreis Borken e.V. Beantragt werden sollen bei Gesamtkosten der Maßnahme von 45.000 € rund 30.000 € Fördermittel.

Projektstatus: Derzeit in der Antragstellung

Förderung der laufenden Kosten und Aktivierung der LAG

Unter diesem sperrigen Titel werden das Regionalmanagement und die Verwaltungskosten der LAG für die Zeit bis August 2023 gefördert

Das Regionalmanagement kümmert sich als externer Partner mit einem Stundenäqivalent von 1,5 Personalstellen um die Abwicklung der LEADER-Tätigkeiten der Region. Dazu gehören:

  • Begleitung der Umsetzung der LES
  • Organisation, Durchführung und Nachbereitung der Verwaltungstätigkeiten der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) wie Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen etc.
  • Führung des Vereinskontos mit u. a. Berechnung und Anforderung von Kofinanzierungsmitteln
  • Planung und Durchführung von LEADER-Akquise- und Sensibilisierungsveranstaltungen (z.B. offene Arbeitskreise, Ideenbörsen, Regionalkonferenzen)
  • Vorbereitung und Abwicklung der Projektantragstellung sowie Begleitung der Projektabrechnung
  • Vorbereitung und Begleitung von Kooperationsprojekten
  • Projektträgerbetreuung (Beratung zu Projektinhalten, Kompatibilität zur regionalen Strategie, Möglichkeiten der Kofinanzierung, Antragsvorbereitung, Begleitung der Projektumsetzung und -abrechnung etc.)
  • Funktion als Schnittstelle und Ansprechpartner für Formalkontakte, z.B. zwischen LAG und Bezirksregierung Münster
  • aktive Netzwerkpflege mit übergeordneten Instanzen (Kreis, Landesministerium, Regionalagentur i. Gr. etc.) und Beteiligung am Regionalforum NRW, dem Zusammenschluss der aktiven LEADER-Regionen in Nordrhein-Westfalen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (Betreuung und Pflege der Internetseite, Pressearbeit, Gestaltung und Realisierung von Informationsmaterial etc.)
  • Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen zu LEADER und Präsenz auf regional und überregional bedeutsamen Veranstaltungen
  • Erstellung regelmäßiger Tätigkeits- und Evaluierungsberichte für die LAG und das Regionalmanagement, wie in der LES beschrieben
  • Begleitung des dauerhaften Projekt- und Prozessmonitorings

Projektstatus: In der Umsetzung bis Mitte 2023

Sie haben auch eine Projektidee, die die Region voran bringen könnte? Dann finden Sie hier eine Anleitung, wie Sie diese Idee vielleicht schon bald als LEADER-Projekt auf dieser Seite wiederfinden. Bei Fragen zu bestehenden Projekten oder einer Projektidee Ihrerseits wenden Sie gern jederzeit an das Regionalmanagement.

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